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Freitag, 06.10.2017

Kommentar: Möge der Stärkere gewinnen

Thomas Staudt über den Kreisausscheid im Dorfwettbewerb

Eins ist klar: Die Zukunft wird nicht in Klein Priebus, nicht in Gablenz und auch nicht in Kreba-Neudorf entschieden. Der technologische Fortschritt vollzieht sich in den Silicon Valleys dieser Welt. Aber die Gemeinden, die sich am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligten, sind für die kommenden Zeiten gut gerüstet. Das bescheinigt ihnen zumindest die Jury. Vielleicht hüteten sich die Laudatoren in ihren Begründungen bewusst vor dem inflationären Gebrauch des Wortes Zukunft, das wir nur allzu oft mit Technologie, Digitalisierung, medizinischem Fortschritt, Elektromobilität, Klimawandel oder Nachhaltigkeit gleichsetzen. Stattdessen fielen bei allen Gemeinden öfter Begriffe wie Zusammenhalt, Lebendigkeit oder Partnerschaft. Genau diese Charakterzüge sind es, die eine Gemeinschaft stark machen. Und Stärke bestimmt nicht nur den Umgang mit dem Hier und Jetzt, sondern auch mit – und da ist das Wort wieder – der Zukunft. Insofern haben tatsächlich alle Gemeinden gewonnen. Aber nur eine konnte am Ende den ersten Platz machen. Nun heißt es Daumen drücken für Kreba-Neudorf und alles Gute für die nächsten Stufen im Dorfwettbewerb. Möge der Stärkere gewinnen.