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Samstag, 07.10.2017

Kommentar: Eine verdammt späte Initiative

Frank Oehl über sechs Spuren auf der A 4 bis Görlitz

Sechs Autobahnspuren zwischen Dresden und Görlitz? Das klingt nicht schlecht. Und womöglich ist dies mittelfristig tatsächlich unumgänglich. Wobei wir schon froh wären, stünden regelmäßig vier Spuren zur Verfügung. Monatelang ziehen sich mittlerweile die Ausbesserungsarbeiten hin, die zu drastisch eingeschränkten Fahrbahnbreiten führen – mit teils dramatischen Unfallfolgen. Es ist längst überfällig, dass sich auch Landtagsabgeordnete in das Thema einbringen, schließlich wirkt hier mehr oder weniger erfolgreich ein Landesamt mit.

Die Straßenverkehrsexperten im Freistaat und im Bund, der bei Autobahnen zumeist der Straßenbaulastträger ist, müssten vom sechsspurigen Ausbau überzeugt werden. Und am besten stets rechtzeitig. Wie wir wissen, wird bald die Spange zwischen A 4 und A 17, also von Pulsnitz bis hinter Pirna, vollendet sein. Weitere Bauten laufen, zum Beispiel auch für die neue Auf- und Abfahrt unterhalb von Lichtenberg. Die ist mit einem großen Brückenbauwerk verbunden. Die geplante Breite lässt sechs Autobahnspuren nicht zu. Soll hier in 10 Jahren neu gebaut werden? Offenbar kommt die Initiative der Landtagsabgeordneten zu spät ...