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Donnerstag, 07.12.2017

Kommentar: Ein Radweg allein reicht nicht aus

Anja Beutler über den Plan für ein Radwegekonzept im Landkreis Görlitz.

Ein Radwegekonzept für den Landkreis: Das klingt nach Aufbruch, nach Fortschritt. Und das ist es auch – auf alle Fälle für den Süden. Denn während im Norden in der Vergangenheit unzählige Kilometer Radweg gebaut worden sind, gibt es zwischen Löbau und Zittau noch viele blinde Flecken. Die Gründe dafür liegen auch – aber nicht nur – an den natürlichen Gegebenheiten. Es ist eben eng im Bergland und guter Rat selten und meist auch teuer.

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Deshalb ist es richtig, dass man sich einmal besinnt, was wirklich wichtig und nötig ist und den Menschen vor Ort auch tatsächlich Erleichterung im Alltag und neue Chancen für die Freizeit verschafft. Denn dann kann man auch nach Finanzquellen suchen, die helfen, diese Wünsche auch Realität werden zu lassen. Was dabei auch beachtet werden muss, klang ebenfalls schon an: Die Projektgruppe des Landkreises will auch schauen, ob es an wichtigen Orten wie Bahnhöfe und Bushaltestellen auch ausreichend Fahrradparkplätze gibt. Denn in dieser Hinsicht ist man mancherorts auf halbem Wege stehen geblieben. Bleibt am Ende zu hoffen, dass das Konzept nicht nur eines für die Schublade ist. Denn die Last liegt zu einem Großteil eben doch auf den Schultern der Kommunen. Und die haben durchaus auch andere Sorgen.