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Freitag, 07.03.2014

Klinik behandelt verletzte Ukrainer

Bei den Protesten in Kiew wurden die Männer angeschossen. In Bautzen erhalten sie Hilfe.

Von Jana Ulbrich

Wenn alles gut geht, kommen sie irgendwann heute Abend an, der 21-jährige Mychajlo und der 25-jährige Andrej aus Kiew. Andrej haben sie den rechten Unterschenkel durchschossen bei den Kämpfen auf dem Maidan, Mychajlo hat Schussverletzungen am Oberschenkel. In den Oberlausitz-Kliniken soll den beiden jungen Ukrainern geholfen werden. Die medizinische Versorgung, die ihre Wunden jetzt brauchen, hätten sie in ihrer Heimat nicht bekommen können.

Dass die beiden Verletzten jetzt nach Bautzen kommen, haben sie dem sächsischen Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz zu verdanken. Der CDU-Abgeordnete hat die humanitäre Hilfsaktion zusammen mit der Johanniter Unfallhilfe in Sachsen initiiert. Ein Krankenwagenkonvoi der Johanniter ist am Mittwoch in Dresden gestartet, um insgesamt sechs Verletzte nach Sachsen zu holen. Heue Abend will er zurück sein. Außer in Bautzen werden die Verwundeten auch in drei Dresdener Krankenhäusern aufgenommen.

„Nach den dramatischen Entwicklungen in der Ukraine ist es ein Gebot der Stunde, verletzten Demonstranten zu helfen“, sagt Vaatz, der den Transport begleitet. Er sei sehr dankbar, dass die Krankenhäuser bereit sind, die Behandlung der Verletzten auf eigene Kosten zu übernehmen. „Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern, die für ihre Freiheitsrechte, gegen Korruption und für eine europäische Zukunft ihres Landes kämpfen“, schreibt er von unterwegs. Arnold Vaatz ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.