erweiterte Suche
Montag, 07.01.2013

Kleingärtner erstmals auch Eigentümer

Der Stadtverband „Dresdner-Gartenfreunde“ hat dem Freistaat Sachsen Grundstücke abgekauft, auf denen sich 13 Kleingartenanlagen befinden.

© dpa

Der Stadtverband „Dresdner-Gartenfreunde“ hat dem Freistaat Sachsen Grundstücke abgekauft, auf denen sich 13 Kleingartenanlagen befinden. Er tritt damit erstmals nicht nur als Generalpächter der Flächen auf, sondern auch als deren Eigentümer, sagte der Verbandsvorsitzende Frank Hoffmann. Weitere 14 Anlagen übernahm die Stadt Dresden vom Land. Ihre Gesamtfläche beläuft sich auf 48 Hektar und ist über das gesamte Stadtgebiet verteilt.

Wegen der hohen Belastung von 365.000 Euro fiel den Kleingärtnern der Kauf schwer. Sie entschlossen sich aber trotzdem dazu, um den dauerhaften Bestand der Flächen als Gartenanlagen zu sichern, sagte Hoffmann. Bei einer Privatisierung der Flächen sei der Druck hoch, sie wirtschaftlicher zu nutzen.

Die Finanzierung erfolge zu rund einem Drittel aus Rücklagen, einem weiteren Drittel aus einer einmaligen Umlage von fünf Euro aus jedem Garten sowie der Möglichkeit, die restlichen 115.000 Euro in fünf Jahresraten zahlen zu können.

Für dieses Jahr erwartet Hoffmann einen Konflikt um Kleingärten in Trachau. Grund sind Pläne, von Radebeul aus eine Direktverbindung für Lkw an die Autobahn herzustellen. Er mahnte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) zu einer baldigen Entscheidung zugunsten der Gärtner. (SZ/öse)