Waldheim Samstag, 19.01.2013

Kleinbahner klagt erneut gegen Verein

Offenbar ist Karl-Heinz Oehlschlägel-Eichler dem Wadheimer Kleinbahnvereinverein zu unbequem, sodass er nun zum zweiten Mal rausgeschmissen wurde.

Von Cathrin Reichelt

Karl-Heinz Oehlschläger-Eichler gibt nicht auf. Ende November hat ihn der Kleinbahnverein zum zweiten Mal ausgeschlossen. Vor wenigen Tagen hat er zum zweiten Mal Klage dagegen eingereicht. Ab jetzt ist das Amtsgericht Hainichen für den Fall zuständig. Dorthin ist das Zivilgericht zu Jahresbeginn umgezogen.

In der Klage erklärt der Rechtsanwalt von Oehlschläger-Eichler dessen Ausschluss für unwirksam und begründet das in einem neunseitigen Anhang. So hätte der Verein zum Beispiel vor dem Ausschluss ein zweistufiges Prüfungsverfahren einleiten und seinem Mitglied gegebenenfalls eine Verwarnung oder einen Verweis erteilen müssen. Die Suche und die Abwägung eines milderen Mittels als den Ausschluss sei nicht erfolgt. Es gehe nur darum, ein ungeliebtes Mitglied, das auch unbequeme Fragen stellt, loszuwerden. Außerdem seien zu der Versammlung, die den Ausschluss beschlossen hat, nicht alle Mitglieder eingeladen gewesen. Denn neben den aktiven, gäbe es auch Fördermitglieder. Die hätten zwar kein Stimmrecht, aber eine beratende Funktion. Somit hätten sie sich zu der Sache äußern können.

Erst Ende Oktober 2012 hatte sich Karl-Heinz Oehlschläger-Eichler in den Kleinbahnverein zurückgeklagt. Der Richter hatte damals Verfahrensfehler beim ersten Ausschlussverfahren festgestellt. Noch im Gerichtssaal kündigte Kleinbahnchef Hans-Rolf Küpper den erneuten Ausschluss von Oehlschläger-Eichler an und setzte den schon einen Monat später in die Tat um.

Oehlschläger-Eichler kämpft so verbissen um seine Mitgliedschaft, weil er damit noch ein anderes, für die Einwohner der Region wichtiges Ziel verfolgt. Als Mitglied des Kleinbahnvereins will er alles dafür tun, dass die seit dem 1. März 2011 geschlossene Brücke zwischen Rauschenthal und Kriebethal wieder geöffnet wird. Statt des 200 Meter kurzen Fußweges über die Brücke müssen die Anwohner seitdem einen sieben Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen, um in den jeweils anderen Ort zu gelangen.