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Samstag, 15.07.2017

Kirschallee macht nächsten Schritt

Die Straßen im Gewerbegebiet in Langburkersdorf sind fertig, fehlen noch zwei Quartiere. Und dann gibt es ja noch den Schornstein.

Von Nancy Riegel

Ganz offiziell, mit Band-Durchschneiden, wurde am Freitag die Fertigstellung der Straßen am Gewerbegebiet gefeiert. Neustadts Bürgermeister Peter Mühle war einer derjenigen, die schnippeln durften.
Ganz offiziell, mit Band-Durchschneiden, wurde am Freitag die Fertigstellung der Straßen am Gewerbegebiet gefeiert. Neustadts Bürgermeister Peter Mühle war einer derjenigen, die schnippeln durften.

© Dirk Zschiedrich

Neustadt. Von der schwarzen Kuh zum Terrassengelände – in weniger als zwei Jahren hat sich das Gewerbegebiet Kirschallee in Langburkersdorf optisch komplett verändert. Statt Brachen und Schotterwegen winden sich jetzt schicke neue Straßen durch die unterschiedlich großen Quartiere. Am Freitag wurde die Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts gefeiert, bis zum Ende des Jahres soll alles fertig sein. Bis dahin müssen noch zwei Quartiere hergerichtet werden. Schon vorher will man verkünden, wer sich künftig an der Kirschallee niederlassen will.

Das jedenfalls deutet Frank Beyer, Geschäftsführer der Industriecenter Neustadt GmbH, an. Die städtische Tochtergesellschaft betreut das Millionenprojekt. Schon seit Monaten laufen die Verhandlungen mit dem Käufer für das Quartier mit der Nummer 5, einem rund 4,2 Hektar großen Grundstück. Neustadts Bürgermeister Peter Mühle (NfN) hatte schon verraten, dass es sich dabei um einen Zulieferer-Betrieb handelt. Welche Firma genau, das blieb auch am Freitag ein Geheimnis.

Für das kleinere Grundstück, das ebenfalls in den nächsten Monaten noch erschlossen wird, gibt es noch keinen Käufer. Frank Beyer erläutert, dass sich auf dem 1,7 Hektar großen Gelände auch durchaus zwei Unternehmen ansiedeln könnten. Deswegen wurden auch zwei verschiedene Zufahrten geschaffen. Das dritte Quartier hat sich der Wohnmobilhersteller Capron schon gesichert.

Die beiden verbleibenden Quartiere werden in den nächsten Monaten geebnet und sollen so bis 20. Dezember fertiggestellt werden. Rund 4,2 Millionen Euro wurden auf dem Gewerbegebiet schon verbaut, insgesamt kostet das Vorhaben 7,2 Millionen Euro. Ein Großteil der Summe steuert der Freistaat bei. Mit dem Verkauf der Flächen will Neustadt die Eigenmittel wieder reinholen, die die Revitalisierung verschlingt.

Auch wenn irgendwann beide Flächen verkauft sind, wird die Erschließung des Gewerbegebietes wohl noch nicht abgeschlossen sein. Das Grundstück des Schrotthandels Keller nämlich möchte die Stadt auch haben. Es befindet sich am Beginn des Gewerbegebietes kurz nach der Einfahrt von der Sebnitzer Straße. Die Firma hat Ende 2015 Insolvenz angemeldet. Ist das Verfahren abgeschlossen, soll die Fläche in den Besitz der Stadt übergehen und irgendwann als Quartier hergerichtet werden. Dort steht auch der Schornstein, der einst zum Heizwerk gehörte. Neustadt würde diesen gerne so schnell wie möglich abreißen. Das würde allerdings eine große Summe verschlingen, denn mit einer einfachen Sprengung wäre es hier nicht getan, sagt Frank Beyer.