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Freitag, 06.10.2017

Kinderärztin übernimmt Patienten

Die Freude darüber, dass die neue Medizinerin bald öffnet, war in Großenhain am Donnerstag groß. Es gab aber auch noch einige Fragen.

Von Catharina Karlshaus

Dr. Janine Siebert eröffnet am 15. November die Praxis am alten Standort von Rosemarie Kandzia.
Dr. Janine Siebert eröffnet am 15. November die Praxis am alten Standort von Rosemarie Kandzia.

© Kristin Richter

Großenhain. Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer: Dr. Janine Siebert wird am 15. November ihre Praxis eröffnen. Die Fachärztin für Kinderheilkunde lässt sich in den Räumen von Rosemarie Kandzia auf der Carl-Maria-von-Weber-Allee nieder. Doch übernimmt sie auch deren ehemalige Patienten, war die wichtigste Frage im Netz überhaupt. Nur allzu verständlich, deshalb sprach die Sächsische Zeitung noch einmal mit der 37-jährigen Medizinerin, die bisher im Klinikum Dresden-Neustadt tätig war. „Selbstverständlich werde ich alle Patienten nehmen, die sich bei mir melden. Ganz gleich, ob sie nun früher bei Frau Kandzia waren oder nicht. Aber natürlich auch all jene, die bisher dort behandelt worden“, sagte Janine Siebert. Momentan arbeite man intensiv an der Homepage, Ende Oktober werde sie nach jetzigem Stand der Dinge fertig sein. Auf dieser könnten sich dann die Eltern über das künftige Leistungsspektrum, die Öffnungszeiten und einige wichtige Fragen informieren. Eine von diesen könnte unter Umständen auch die Verwendung der bisherigen Patientenakten von Rosemarie Kandzia sein. „Hierzu kann ich schon jetzt antworten, dass mir diese Frau Kandzia aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht nicht aushändigen darf. Ihre ehemaligen Patienten müssten mir diese Akte oder alte Befunde bzw. Arztbriefe selbst mitbringen.“Abgesehen davon würden die Daten komplett neu erfasst und dann als sogenannte Patientenakte angelegt.

Laut Janine Siebert hätten alle interessierten Eltern ab dem Eröffnungstermin am 15. November die Gelegenheit, in der Praxis anzurufen. Die neu beantragte Rufnummer läge noch nicht vor, werde aber rechtzeitig bekannt gegeben. Dabei könnten auch geplante Termine vereinbart werden. Diese seien aufgrund des durchaus auch gewollten Zeitumfanges beispielsweise für Vorsorgeuntersuchungen, Ultraschall, Allergiediagnostik oder Hyposensibilisierungen notwendig. Dr. Janine Siebert tritt gewissermaßen die Nachfolge von Rosemarie Kandzia an, die nach 23 Jahren Ende Januar in den Ruhestand gegangen war.