Döbeln Samstag, 16.02.2013

Kicken mit dem Profi

Die Dynamo Dresden Fußballschule lockte in dieser Woche zahlreiche Kinder aus Döbeln an.

Von Michelle Hillebrand

Der ehemalige Fußballprofi Ralf Hauptmann hat mit Kindern des DSC in Döbeln trainiert. Foto: André Braun
Der ehemalige Fußballprofi Ralf Hauptmann hat mit Kindern des DSC in Döbeln trainiert. Foto: André Braun

Ein Traum für alle Fußballbegeisterten: einmal mit einem Profi wie Ralf Hauptmann trainieren. Für 39 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren aus Döbeln und Umgebung wurde dieser Traum in der letzten Woche wahr. Von Montag bis gestern machte die Dynamo Dresden Fußballschule Station in Döbeln. Jeden Tag von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr wurden die Kinder unter anderem vom früheren Fußballprofi Ralf Hauptmann in der Turnhalle des Lessing-Gymnasiums trainiert.

Aber in dieser Woche stand nicht nur Fußballtraining auf dem Programm. Die Kinder waren auch Bowling spielen, haben eine Stadiontour durch das „Glücksgas Stadion“ in Dresden gemacht und konnten dort sogar Dynamo Torhüter Benjamin Kirsten treffen und ihm ein paar Fragen stellen. Danach durften die Kinder noch eine halbe Stunde beim Training der Mannschaft zusehen.

Der 13-jährige Vinzenz Dittmann ist begeistert vom Trainingscamp. „Es war richtig interessant mal zu sehen, wie ein Profispieler trainiert“, sagt der Döbelner. Er spielt seit fünf Jahren beim Döbelner SC als Verteidiger. „Ich habe mich auf alle Fälle verbessert“, meint er.

Hauptmann hat vor mehr als einem Jahr damit begonnen, das Konzept der Dynamo Dresden Fußballschule auszuarbeiten. Nach der Zustimmung des Vorstands wird das Projekt seit Mai 2012 umgesetzt. Mit Hauptmann als Leiter werden nun verschiede Veranstaltungen organisiert, die im letzten Jahr schon mehr als 900 Teilnehmer anlockten. Dabei wird der Fokus auf die Jugend gelegt. Ziel ist es, laut Hauptmann, in ganz Sachsen mobil zu sein und wieder mehr Nachwuchs direkt aus der Region in den Verein zu holen. „Da sollen keine eingekauften Spieler auf dem Platz stehen, für die das einfach nur ein Job ist. Wenn die Spieler aus der Region kommen, sind sie doch mit viel mehr Herzblut dabei“, sagt Hauptmann. Aber ihm geht es auch darum, dass die Kinder Spaß haben und motiviert für das Training in ihrem Verein sind.

„Das Feriencamp in Döbeln lief richtig gut“, sagt Hauptmann. Schon nach drei, vier Wochen seien alle Plätze belegt gewesen. „Mit so viel Andrang hatte ich eigentlich gar nicht gerechnet“, erklärt er. Im August wird auch in Hartha ein solches Feriencamp stattfinden. Hauptmann hofft, dort auf ähnliche Begeisterung zu stoßen.