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Kick für Konto und Klima - die Holzheizung

Gerade in bestehenden Gebäuden lohnen sich Pelletheizungen und Scheitholzvergaser: Sie senken die Heizkosten und verbessern die Umweltbilanz beträchtlich.

02.03.2017

Konto und Klima - die Holzheizung
Foto: KWB/akz-i

Dazu vergeben Bund und Länder hohe Förderungen. Zuletzt sind Holzbrennstoffe dauerhaft günstiger als Öl, Gas und Strom.

Wer seine alte Ölheizung durch eine moderne Pelletheizung ersetzt, erhält mindestens 3.500 Euro Basisförderung; wer auf eine Scheitholz-Pellet-Kombination setzt, kassiert 5.500 Euro. Dazu kommen noch zahlreiche Zusatz- und Bonuszahlungen, welche die Basisförderung leicht verdoppeln können.

6.900 Euro - zur Investition geschenkt! Wer beispielsweise seine 20 Jahre alte Ölheizung in den Ruhestand versetzt und durch eine automatische Pelletheizung ersetzt, kann mit dem Marktanreizprogramm (MAP) und dem Anreizprogramm für Energieeffizienz (APEE) Bundesförderungen von zusammen bis zu 6.900 € Fördergelder erhalten - für Pelletheizung und Pufferspeicher, externe Staubabscheidung, Austausch der fossilen Heizung und Zuschuss zur Heizungsoptimierung. Einige Länder, Bezirke und Gemeinden bieten zusätzliche Programme an. Beispiele sind das 10.000-Häuser-Programm in Bayern oder progres.nrw in Nordrhein-Westfalen. Solche regionalen Förderungen sind meist mit den Subventionen des Bundes kombinierbar. Sanierer erhalten daher Fördersummen teils über 10.000 Euro.

Bewähren sich Holzheizungen auch im Betrieb? Wenn der Einbau einer solchen Anlage gefördert wird, sagt dies noch nichts über die Betriebskosten aus. Dabei ist der laufende Betrieb viel wichtiger als die einmalige Investition, denn eine Heizung steht durchschnittlich 17,5 Jahre im deutschen Heizungsraum! Die niedrigen Heiz- und Betriebskosten sind die eigentliche Stärke der Holzheizung: Pellets beispielsweise werden aus Reststoffen der Sägeindustrie hergestellt. Die Holzpresslinge basieren erstens auf einem nachwachsenden Rohstoff und sind zweitens gut verfügbar. Im Schnitt der letzten 10 Jahre waren Holzpellets dauerhaft um ein Drittel günstiger als Heizöl - bei einer fast makellosen Klimabilanz. Der ewige Streit um das wertvolle Öl, der umstrittene Bau von Gaspipelines durch ganze Kontinente, die Frage nach dem saubersten Strom - all das lässt den Pelletheizer kalt: Denn er weiß, dass er einen klimafreundlichen, preisstabilen und regionalen Brennstoff nutzt. Pellets sind selten länger als 50 km unterwegs.

Weitere Informationen finden Sie unter dem weiterführenden Link.

www.kwbheizung.de/foerderung