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Mittwoch, 03.01.2018

Kaufprämie für E-Autos wenig gefragt

Für gerade mal zehn Prozent der Fördersumme sind bislang Anträge eingegangen. Nun könnte das Geld anderweitig eingesetzt werden.

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Der Funke springt nicht über: Für die Kaufprämie auf E-Autos ist die Nachfrage gering.
Der Funke springt nicht über: Für die Kaufprämie auf E-Autos ist die Nachfrage gering.

© dpa/Daniel Bockwoldt

Berlin. Die staatliche Prämie für den Kauf von Elektroautos stößt insgesamt auf geringes Interesse, auch wenn die Nachfrage in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen ist. In den eineinhalb Jahren seit Einführung der Prämie gingen nur für etwas mehr als zehn Prozent der Gesamtsumme Förderanträge ein, wie „Die Welt“ (Mittwoch) berichtet.

Die Zeitung bezieht sich auf Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa). Demnach wurden bislang 46 897 Anträge für einen Zuschuss beim Kauf eines E-Autos gestellt. „Für diese Förderung stehen insgesamt 600 Millionen Euro zur Verfügung. Bis heute sind rund 65 Millionen Euro gebunden“, sagte Bafa-Präsident Andreas Obersteller dem Blatt.

Der Bund fördert den Kauf eines Batterieautos oder Brennstoffzellenfahrzeugs mit 2 000 Euro. Für ein von außen aufladbares Hybridauto gibt es 1 500 Euro. Der Hersteller des jeweiligen Fahrzeugs muss dem Käufer mindestens den gleichen Betrag als Nachlass gewähren, damit die Förderung bewilligt wird. Die Fördermittel reichen für mehr als 300 000 Fahrzeuge.

„Aktuell spricht einiges dafür, dass die Mittel nicht bis zum Ende der Förderung Mitte 2019 ausgeschöpft sind“, sagte Obersteller. Der Bafa-Präsident regte deshalb an, das Geld anderweitig zur Förderung der Elektromobilität einzusetzen: „Die neue Bundesregierung könnte einen Teil des Budgets umwidmen und für die Förderung privater Ladeinfrastruktur bereitstellen. Diese Unterstützung könnte beispielsweise von Handwerkern, Hotelbetrieben oder Wohnanlagen genutzt werden.“ (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Wolf

    RIP: Reichweite - Infrastruktur - Preis. Wenn alles stimmt, braucht es keine Prämie mehr. Wenn nichts stimmt, hilft auch keine Prämie. Was will uns die Nachricht nun, außer kaltem Kaffe, nun mitteilen?

  2. E.Benheiter

    Das genügt nicht, @ Wolf. Hinzu kommt "Woher kommt der Strom?", "Woher kommen die Rohstoffe für die Akkus (Stichwort: "seltene Erden")?" & "Unter welchen Bedingungen werden diese am anderem Ende der Welt abgebaut?" -um nur einige Fragen zu nennen. Es bleibt dabei: die "E-Mobilität" ist (zumindest für Pkw, Nkw) eine zum Scheitern verurteilte "Sturzgeburt".

  3. Der Schweißer

    @Wolf: Nur geeignet als Zweitwagen für die Stadt (R) und wenn man zu Hause oder auf Arbeit das Ding auflagen kann (I). Aber wer leistet sich schon einen so teuren Zweitwagen (P)? Das I wird richtig zum Problem, wenn P sinkt und R steigen sollte, soviel Kupfer können wir nicht verbuddeln ;-)

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