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Katastrophenschutzboote liegen auf dem Trockenen

Beim Tag der Helfer am Sonntag sollen vor allem neue Helfer gewonnen werden. Deshalb soll es nicht nur beim Anschauen der Technik bleiben.

07.10.2017

henschutzboote liegen auf dem Trockenen
Nicht nur diese Katastrophenschutzboote sind beim Tag der Helfer am Sonntag von 10 bis 16 Uhr in der Sachsenarena zu bestaunen.

© Sebastian Schultz

Riesa. Schon am Freitag fuhren die ersten Boote in die Sachsenarena. Wie bitte? Ja, Sie haben richtig gelesen. Die Katastrophenschutzboote des ASB Riesa liegen nun bereit – und können bestaunt werden. Bis der Tag der Helfer am Sonntag, 8. Oktober, um 10 Uhr beginnt, wird sich die Arena noch mit allerlei mehr schwerem Gerät und Utensilien füllen, die im Katastrophenfall gebraucht werden.

Doch beim Anschauen der Technik soll es nicht bleiben. Bedient werden Notstromaggregate, Pumptechnik und Rettungsboote im Notfall selbstredend nicht nur von hauptberuflichen Rettern. „Ehrenamtliche können bei unserer Wasserrettung mitmachen, wenn sie einen Bootsführerschein und einen Erste-Hilfe-Kurs bei uns machen“, erklärt ASB-Riesa-Chef Andreas Krüger.

Die Retter haben Nachwuchssorgen. Und so sollen beim Tag der Helfer vor allem neue Helfer gewonnen werden. Mit dabei sind neben dem ASB die Feuerwehr, das THW, das DRK mit einem Dekontaminationsplatz für Verletzte und die Johanniter mit ihrer Schnelleinsatzgruppe. Die Flussmeisterei bringt ihren neuesten Schreitbagger mit, die Reservistenkameradschaft wird aus Paletten eine mobile Hochwasser-Schutzwand errichten.

An einer Sandsack-Füllstrecke kann sich jeder Besucher selbst testen. Auch der Bereich Katastrophenschutz des Landratsamtes und die Stadtwerke Riesa sind mit dabei. Zudem laden Wissenschaftler aus Bielefeld zu Vorträgen zum Thema Flut ein. Sie erforschen aktuell, welche Erlebnisse die Riesaer mit dem Hochwasser gemacht haben. Besonders dankbar ist Mitorganisator Andreas Krüger der FVG. „Für die Veranstaltung zahlen wir keine Miete. Das hilft uns natürlich sehr.“ Der Tag der Helfer endet um 16 Uhr. (SZ/veb)