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Donnerstag, 12.04.2018

Karriere: Die gute Bewerbung öffnet Türen - die schlechte verschließt sie

Karriere machen ist eine Frage von Alter und Beruf, Branche und Ambitionen.

Bild: Adam Radosavljevic
Bild: Adam Radosavljevic

Eines aber ist in allen Fällen von großer Bedeutung: die Bewerbung. Dafür gibt es kein Patentrezept: Wie sie ausfällt, hängt von vielen Faktoren ab. Ein junger Mensch, der nach dem Schulabschluss eine Ausbildungsstelle sucht, gibt eine andere Bewerbung ab als ein 50-jähriger Topmanager, der von einer Spitzenposition in eine noch höhere wechseln will. Einen weiteren Unterschied markieren Beruf und Branche. Der Metallfacharbeiter bewirbt sich auf eine andere Weise als der kreative Markendesigner bei einer Werbeagentur oder der Bankkaufmann. Gute Informationen zu diesem Thema finden sich zum Beispiel unter https://karriere-und-bildung.de/richtig-bewerben-erfolg/

Ehrliche Selbstbefragung

Am Anfang einer erfolgreichen Bewerbung steht die ehrliche Bewertung der eigenen Wünsche und Ziele. Egal, ob es um den Ausbildungsplatz für einen jungen Menschen geht oder um den Wechsel für den angestrebten Karrieresprung eines Etablierten: Am Anfang stehen immer Fragen wie: Was will ich; was kann ich; wohin soll die Entwicklung gehen; warum will ich in diesen Beruf; warum will ich jetzt den Wechsel in ein anderes Unternehmen? Möglicherweise ist damit diese Bewerbung schon erledigt, weil das Ergebnis lautet: Eigentlich will ich etwas ganz anderes machen oder: Im Grunde bin ich doch zufrieden und der angestrebte Karrieresprung ist auch hier möglich, wo ich schon länger arbeite und geschätzt werde. Bleibt es aber bei dem gefassten Entschluss, ist der nächste Schritt, sich über das neue Unternehmen umfassend zu informieren. Nicht nur global Player pflegen heute aufwendige Internetauftritte, auch über den kleinen Handwerksbetrieb vor Ort lässt sich online Vieles recherchieren. Wichtig ist zudem, was Medien, Unternehmerverbände und Gewerkschaften über die Branche und den Betrieb berichten: Dieser Blick von außen ermöglicht Einblicke in die Unternehmenskultur. Mit diesem Wissen punktet der Bewerber, wenn er sich persönlich vorstellen darf.

Formal korrekt - aber individuell

Jetzt geht es an die Gestaltung der Bewerbungsmappe. Sie ist selbstverständlich sauber, ohne Fettflecken und Eselsohren. Empfehlenswert ist ein dreiseitiges Format: Dabei bleibt der tabellarische Lebenslauf mit dem Portraitfoto links stets im Blickfeld der Personalentscheider, während sie sich auf der rechten Seite durch Zeugnisse und andere Leistungsnachweise arbeiten. Der Berufsanfänger macht sein Interesse an dem Ausbildungsplatz durch gute Schulnoten und Praktika-Nachweise in den Bereichen deutlich, die mit der angestrebten Tätigkeit zusammenhängen. Der Hochschulabsolvent überzeugt vielleicht mit einer Abschlussarbeit, die genau das liefert, was der künftige Arbeitgeber jetzt braucht. Die etablierte Spitzenkraft weist Auslandserfahrung oder eine für den Weltmarkt bedeutende Fremdsprache wie z.B. Chinesisch nach. Ganz wichtig sind die heute so gefragten soft Skills: Sie geben Auskunft über soziale Kompetenzen und die Bereitschaft, sich außerhalb der beruflichen Fähigkeiten ehrenamtlich für das Gemeinwohl zu engagieren. Die Bandbreite der Aktivitäten reicht dabei vom Sportverein über die Kirchengemeinde bis hin zu Parteien oder Nichtregierungsorganisationen für Soziales, Umwelt, Kultur und mehr.

Umfassend - aber kurz

Wer eine Bewerbung verfasst, muss eines wissen: Personalverantwortliche stehen immer unter Zeitdruck. Eine erfolgreiche Bewerbung ist formal und inhaltlich so gestaltet, dass der Entscheider schnell und sicher genau das aufnehmen kann, was ihn interessiert: Diese erste Schwelle muss der Bewerber überwinden - erst danach schaut der Personalverantwortliche genauer hin.