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Jazz in Theater und Kronenkino

Am Wochenende ist wieder Musik im Dreiländereck – mit zwei wirklich lohnenden Jazzkonzerten. Wer mehr auf Hardrock oder Baumesse steht, findet auch das im www.sz-veranstaltungskalender.com.

06.10.2017

heater und Kronenkino

© PR

Das Mandaujazz-Festival wird am Freitag, 20 Uhr, im Kronenkino mit Küspert & Kollegen fortgesetzt. Das Quartett begleitet Stummfilme mit einer modernen Tonsprache zwischen Jazz und der Klassik des 20. Jahrhunderts. Lassen Sie sich in die Atmosphäre der Schwarz-Weiß-Szenen des Horror-Klassikers „Nosferatu“ versetzen. Mit Witz, großer Sensibilität, aber auch expressiver Wucht malt Küspert atmosphärische Stimmungsbilder und interpretiert alte Filmklassiker hinreißend neu. Einlass für das um 20 Uhr beginnende Konzert ist 19 uhr. Karten an der Abendkasse kosten 15 Euro (ermäßigt zehn Euro).

Am Sonnabend kreuzen sich im Theater bei Thomas Stelzer & Friends (Foto) bekannte Jazzklassiker mit peppigem Boogie, einer rauchigen Bluesröhre und flotten Sprüchen. Thomas Stelzer, der 50-jährige Sachse, Pianist und Sänger, sagte einst: “Einen Ray Charles nachsingen zu wollen ist das Eine, es dann doch nie wirklich zu packen, ist das Andere, sich von ihm inspirieren zu lassen, das Beste....“ Nach dieser Auffassung sind die Konzerte gestaltet: locker, groovy, eigenständig, professionell. In seiner unverwechselbaren Art verbindet Thomas Stelzer Gesang mit Gefühl und verleiht mit seiner rauchigen Bluesröhre eigenen und gecoverten Songs eine ganz eigene Note. Inspiriert von den Vorbildern Professor Longhair, Fats Domino, Dr. John, Ray Charles, Vince Weber, Dirty Dozen Brassband, Joe Cocker oder Buddy Guy verspricht das Trio bis Septett echte Bretterbudenmusik ohne Verstärker. Heraussprudelt ein „Pepp“, der verblüfft und den Hörer schnell zum Mitwippen verleitet. Ausgelassene Begeisterung bricht sich dann die Bahn, wenn Spitzenmusik auf ein witziges verbales Ambiente trifft. So entpuppt sich Stelzer als Entertainer mit flotten Sprüchen, der aus Zuhörern „Mitspieler“ macht. Das „Sitzkonzert“ im Theater beginnt 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Karten kosten ab 21 Euro.