Donnerstag, 22.11.2012

Italienische Echse landet in Görlitz

Als blinder Passagier wurde das Tier bei einer Lieferung aus Italien gefunden. Bald können die Görlitzer Tierliebhaber es sehen.

Der Gecko aus Italien. Foto: Museum
Der Gecko aus Italien. Foto: Museum

Immer wieder gelangen exotische Tiere als blinde Passagiere mit Frachtlieferungen nach Deutschland. So haben schon vermeintliche Giftspinnen, die in Bananenkisten den Atlantik überquert haben, für Aufregung in Supermärkten gesorgt. Diesmal ist ein völlig harmloser Geselle nach Görlitz gelangt: In der Lagerhalle der Medizintechnik-Firma Partec GmbH kroch kürzlich aus einer Palette eine winzige Echse hervor. Ein Mitarbeiter hat sie nun ins Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz gebracht, wo sie im Vivarium mit kleinen Fliegen, Grillen und anderen Leckerbissen aufgepäppelt wird. Bei dem gerade mal drei Zentimeter langen Winzling handelt es sich um einen jungen Europäischen Halbfingergecko, der seine Reise auf dem Packhof einer Firma in Norditalien angetreten hat. Dies ist offenbar kein Einzelfall: Ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimatet, wurde diese Echsenart schon in der Antike durch griechische und phönizische Seefahrer unbeabsichtigt im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und ist heute aufgrund von Flug- und Schiffsverkehr in den Tropen und Subtropen rund um den Globus zu finden. In Mitteleuropa allerdings überleben die Tiere den Winter im Freien nicht.

Tierliebhaber müssen sich noch etwas gedulden, um das Tier zu sehen. Erst wenn der Irrgast etwa zehn Zentimeter groß und damit ausgewachsen ist, wird er in der Lebendtierausstellung zu sehen sein.

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