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Mittwoch, 08.11.2017

Interaktive Karte für bessere Radwege

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© Screenshot:szo

Dresden. Dresdner Radfahrer wollen jetzt Druck zur schnelleren Umsetzung des Radverkehrskonzeptes machen. So hat der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) gemeinsam mit engagierten Radfahrern die Initiative Radwatch Dresden ins Leben gerufen. Sie fordern, dass die Stadt mehr für Sicherheit und eine attraktivere Radinfrastruktur tut. Radwatch stellt dafür eine interaktive Karte zur Verfügung. Auf ihr können Bürger Stagnation oder Verbesserungen mitverfolgen und werden gleichzeitig aufgefordert, selbst aktuelle Änderungen an Mängelstellen in der Karte zu kommentieren.

„Für eine Umsetzung des Radverkehrskonzeptes bis 2025 muss das Bearbeitungstempo der Stadtverwaltung an Fahrt aufnehmen. Spätestens nach dem Amtsantritt der sieben neuen Radverkehrsplaner zum Jahreswechsel gibt es keine Ausreden mehr, die Umsetzung zu verzögern.“, erklärt Nils Larsen, Vorstandsmitglied vom ADFC Dresden. (SZ/kh)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

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  1. Thomas

    Sehr feine Übersicht, gut wenn diese wie beschrieben bspw. über ein Ampelsystem verfügen würde: rot also wo noch nichts passiert ist mit möglichen Angaben zum aktuellen Stand der Maßnahme, gelb befindet sich im Bau und grün wurde zur vollen Zufriedenheit "erledigt".

  2. Wer?

    Wer baut mal eine "interaktive Karte", wo Fussgänger auf FUSSwegen und in FUSSgängerzonen besonders rücksichtslos von Radfahrern belästigt werden? Mir fällt da als Erstes ein: Prager Strasse, Schlossstraße, Augustusbrücke, Hauptstrasse, Albertplatz ... . Ergänzungen erwünscht! Auf der Winterbergstraße wurden nun auf Kosten der Autospuren Radwege angelegt. Trotzdem fahren die Drahteseltreiber in falscher Richtung auf dem Fussweg und gucken blöd. Gleiches auf der Bürgerwiese/Parkstraße. Solange es keine Kontrollen gibt, ist jeder Cent für eine sogenannte Radinfrastruktur rausgeschmissenes Geld!

  3. Jürgen

    @Thomas: Der Vorschlag ist durchaus sinnvoll und in der Karte bereits umgesetzt. Beispielhaft sei die Rampe am Trödelmarkt östlich der Albertbrücke genannt, die seit einigen Monaten einen neuen Belag hat. Diese ist in der Karte grün. Links oben ist auch prozentual zu sehen, wie viel umgesetzt ist. Konstruktive Vorschläge zur Verbesserung können sicher an die Macher der Karten eingereicht werden.

  4. @2

    Sie haben ja recht, dass an viel zu vielen Stellen Radfahrern auf dem Gehweg fahren (und zwar Dank Stadtverwaltung auch dürfen oder oftmals auch müssen). Aber die von Ihnen kritisierte Lösung auf der Winterbergstraße ist genau die richtige Maßnahme, um diese Probleme anzugehen: Der Autoverkehr hat in Dresden weit überproportional Platz, viele Straßen sind für die dreifache Menge der tatsächlich dort fahrenden Autos ausgelegt. Da kann man problemlos an vielen Stellen Platz für Radverkehrsanlagen schaffen, damit Fußwege wieder den Fußgängern gehören. Dabei auf Radfahrer zu schimpfen ist allerdings sinnlos: Das Problem ist die autogerechte Verkehrspolitik, die Radfahrer und(!) Fußgänger viel zu wenig berücksichtigt.

  5. Horst

    Stimme dem 4. Kommentar zu - man kann immer auf einzelne Verkehrsteilnehmer schimpfen. Fakt ist: sowohl für Fahrradfahrer als auch für Fußgänger ist die Infrastruktur in Dresden - insgesamt betrachtet - katastrophal! Überall Flickschusterei, die Rad- und Fußwege haben meist eine deutlich schlechtere Qualität als die schönen neuen asphaltglatten Straßen. Da fragt man sich, welche Fortbewegungsart in der Stadt gewollt ist. Ich weiß, viele sind auf das Auto angewiesen. Aber ganz nüchtern betrachtet belastet der Autoverkehr Luft/Umwelt/Gesundheit, verbraucht viel Platz und stellt für alle anderen Verkehrsteilnehmer verhältnismäßig größere Gefahren dar. Grundsätzlich sollen alle im Verkehr weiterkommen. Aber warum macht man es vor allem Fahrradfahrern und Fußgängern so schwer, obwohl sie eigentlich die richtige Entscheidung (Luft/Umwelt/Ressourcen/eigene Gesundheit) treffen?

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