Mittwoch, 13.02.2013

Ihr Einkommen in 2013 - Was hat sich geändert?

Die elektronische Lohnsteuerkarte wird eingeführt

Die elektronische Lohnsteuerkarte wird eingeführt

Die Lohnsteuerkarte in Papierform wurde nach zwei Jahren Verzögerung zum 1.1.2013 endgültig abgeschafft und durch eine elektronische Lohnsteuerkarte

ersetzt. Die steuerlich wichtigen Daten der Arbeitnehmer, wie Steuerklasse, Kinder und Freibeträge werden in der ELStAM Datenbank als Elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale gespeichert und können vom Arbeitgeber abgerufen werden.

Für die Übergangszeit bis zu der Umstellung der Arbeitgeber auf das neue Verfahren bleibt weiterhin die Lohnsteuerkarte 2010 oder eine Ersatzbescheinigung gültig. Spätestens mit der Lohnabrechnung für Dezember 2013 müssen die Arbeitgeber Ihre Lohnabrechnung auf ELStAM umgestellt haben.

Die Arbeitnehmer sollten vor der Umstellung informiert werden, daß ihre Freibeträge neu beantragt werden müssen. Die Lohnsteuerabzugsmerkmale sollten insgesamt von den Artnehmern kontrolliert werden, da Fehler bei der Datenübernahme von der alten Lohnsteuerkarte nicht auszuschließen sind.

Minijobs-Regelung gilt bis 450 EUR, Midi-Jobs bis 850 EUR

Seit Jahresanfang 2013 wurden die Grenzen für die Minijobs und Gleitzone angehoben. Jobs bis 450 Euro können nach einem günstigen Pauschsteuersatz abgerechnet. Alternativ kann wie bisher nach der vorgelegten Lohnsteuerkarte abgerechnet werden. Neu ist auch die Rentenversicherung bei 450-Euro-Jobs. Im gewerblichen Bereich zahlt der Arbeitgeber 15%, im Privathaushalt 5% Rentenversicherungsbeitrag. Der Arbeitnehmer kann auf die Rentenversicherung verzichten.

Die Gleitzone ist von 800 Euro auf 850 ausgedehnt worden. In der Gleitzone bezahlen die Arbeitnehmer ermäßigte Beiträge.

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Wahl der Steuerklasse für Ehepaare wurde vereinfacht

Ab dem Steuerjahr 2013 haben Ehepaare eine Wahl zwischen Zusammen- und Einzelveranlagung, statt der bisherigen getrennten Veranlagung. Neu ist, daß die Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und weitere Steuerermäßigungen nach § 35a EStG nur dem Ehepartner angerechnet werden, dem sie gehören. Auf Antrag ist aber der bisherige hälftige Abzug möglich.

Die Ehegatten sollten sich die Wahl der Veranlagung genau überlegen, da gleichzeitig ein späterer Wechsel der Veranlagungsart erschwert wird. Damit soll die Verwaltung vereinfacht und die Bearbeitung beschleunigt werden.