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Donnerstag, 27.03.2014

Hotels holen sich die Preise zurück

Die Macht der Buchungsportale im Internet ist der Hotelbranche in Sachen Wettbewerb unheimlich geworden. Den Hoteliers reicht es jetzt.

Berlin. Hotels in Deutschland können ihre Zimmer und Arrangements künftig auch günstiger anbieten als die großen Buchungsportale im Internet. Grund sei das Vorgehen des Bundeskartellamts gegen Bestpreisklauseln, mit denen sich große Portale wie HRS, Expedia und Booking von den Hotels bisher die günstigsten Preise garantieren ließen.

Zum 1. März sei diese Klausel für Marktführer HRS wegen Wettbewerbswidrigkeit gefallen. Der Verband rechnet damit, dass sie im Laufe des Jahres auch bei Expedia und Booking kippt und Hotels damit noch freier im Eigenvertrieb werden. Mit dem Geschäft ist der Verband zufrieden: 2013 gab es nach seinen Berechnungen 411,8 Millionen Übernachtungen in Deutschland. Das sei ein Plus von einem Prozent – und ein neuer Rekordwert.

Die Bestpreisklauseln in den Verträgen zwischen der Internetplattform HRS und den Hotelpartnern verpflichten die Hotels bisher, über das Portal den jeweils niedrigsten Hotelpreis und auch die günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen im Internet anzubieten. Seit März 2012 durften Hotels Reisenden selbst dann keine besseren Konditionen gewähren, wenn sie direkt an der Rezeption buchten.

„Bestpreisklauseln bei Buchungsportalen im Internet sind nur auf den ersten Blick vorteilhaft für den Verbraucher“, hieß es Ende Dezember vom Bundeskartellamt. Letztlich verhinderten die Klauseln, dass an anderer Stelle niedrigere Hotelpreise angeboten werden können. Das soll sich nun langsam ändern. Für Kunden kann sich damit ein Blick auf die Homepage eines Hotels lohnen. Eine Direktbuchung hat für Hotels auch den Vorteil, dass sie keine Provision an die Portale zahlen müssen. Oft betrage sie zwischen 15 bis 25 Prozent, heißt es beim Hotelverband. (dpa)

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