Freitag, 28.12.2012

Höchste Erwerbsquote seit 20 Jahren

In Dresden arbeiten so viele Menschen wie seit 1991 nicht. Die Arbeitslosenzahlen steigen nur in einer Altersgruppe.

Von Tobias Winzer

Im November waren in Dresden 23.144 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet.
Im November waren in Dresden 23.144 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet.

©dpa

Der Wirtschaftsaufschwung in Dresden sorgt für Rekorde bei den Beschäftigtenzahlen. Wie das Rathaus gestern mitteilte, haben im vergangenen Jahr in der Stadt so viele Menschen gearbeitet wie seit 1991 nicht. Insgesamt wurden knapp über 201.000 Menschen mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gezählt. Das waren rund 7.000 mehr als im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank im gleichen Zeitraum um 1,7 Prozent auf 10 Prozent – den niedrigsten Wert seit 1996. In allen Altersgruppen wurden anteilig weniger Arbeitslose gezählt als im Vorjahr. Ausnahme sind die 60- bis 64-Jährigen. Dort stieg die Arbeitslosenquote von 4,6 auf 4,9 Prozent.

Aktuell sind die Arbeitslosenzahlen noch einmal gesunken. Im November vermeldete die Dresdner Arbeitsagentur eine Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent. Exakt 23 144 Männer und Frauen waren arbeitslos gemeldet.

Die rund 201.000 Beschäftigten in Dresden teilen sich auf etwas mehr als 24.200 Betriebe und Institutionen auf. Die meisten davon befinden sich in den Stadtteilen Äußere Neustadt und Blasewitz. Rund ein Drittel der Beschäftigten ist in 97 Großbetrieben und Institutionen, wie bei der Technischen Universität, der Stadtverwaltung, Globalfoundries, Infineon oder Glaxo Smith Kline, angestellt.

Die positive Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen hat auch Auswirkungen auf die Zahl der Hartz-IV-Empfänger in Dresden. Ende 2011 bekamen knapp 52.500 Dresdner Hartz IV. Davon sind etwa 19 Prozent Kinder. Dieser Anteil nimmt seit 2006 stetig ab. Damals war noch mehr als jedes vierte Kind (27 Prozent) abhängig von den Sozialleistungen.