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Mittwoch, 13.09.2017

Hochbehälter wird abgerissen

Die alte Anlage wird durch eine moderne, kompakte ersetzt. Dadurch verringert sich auch die Speicherkapazität.

In den nächsten Tagen beginnt der Abriss des Hochbehälters in Zschepplitz. Er wird bis Mitte Oktober durch eine kleinere kompakte Anlage ersetzt.
In den nächsten Tagen beginnt der Abriss des Hochbehälters in Zschepplitz. Er wird bis Mitte Oktober durch eine kleinere kompakte Anlage ersetzt.

© André Braun

Großweitzschen. Er stammt aus den 1930er-Jahren und genügt nicht mehr den heutigen Ansprüchen und Vorgaben. Deshalb soll der Hochbehälter in Zschepplitz abgerissen werden. „Wir sanieren ihn nicht, weil das wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre. Und wir bauen auch keine neuen“, erklärt Detlef Bull, Bereichsleiter Trinkwasser in der Niederlassung Döbeln der Oewa Wasser und Abwasser GmbH. Stattdessen wird eine Kompaktanlage errichtet, die dem Stand der Technik entspricht, und die die Trinkwasserversorgung der Zschepplitzer auch künftig zuverlässig sichert. Die Oewa investiert rund 100 000 Euro in das Vorhaben.

Am heutigen Mittwoch treffen sich die Verantwortlichen zur Bauanlaufberatung. „Ebenfalls am Mittwoch, spätestens am Donnerstag rollt der Bagger an“, so Bull. Zuerst wird der alte Behälter abgerissen. Anschließend bringt ein Tieflader die neue, sechs mal drei Meter große Pumpstation nach Zschepplitz. Dort wird sie mit einem Autokran an Ort und Stelle gesetzt und in das Versorgungsnetz eingebunden. Erst danach wird die alte Pumpstation außer Betrieb genommen und abgerissen.

Von den meisten Arbeiten werden die Anwohner des Ortes nichts merken. „Die Trinkwasserversorgung läuft schon seit einigen Tagen problemlos über einen provisorischen Behälter“, sagt der Bereichsleiter. Nur, wenn die neue Anlage angeschlossen wird, müssen die Zschepplitzer, die in der Nähe der Druckerhöhungsstation wohnen, etwa einen halben Tag lang ohne Wasser auskommen. Darüber werden sie aber rechtzeitig informiert, so Bull.

Das über den alten Hochbehälter verfügbare Speichervolumen werde, nach Aussage von Detlef Bull, schon seit Langem nicht mehr beansprucht. „Es wurde nicht einmal mehr ein Viertel des Behälters genutzt“, sagt er. 80 Kubikmeter wäre das volle Volumen, das zur Verfügung gestanden hat. Doch so viel Wasser benötige das kleine Zschepplitz mit 154 Einwohnern nicht als Reserve. Zumal der Wasserverbrauch ohnehin spürbar zurückgegangen sei. Die neue Kompaktanlage mit integrierter Pumpstation verfüge über eine Speicherkapazität von sieben Kubikmetern, was „vollkommen ausreichend“ sei.

Hinzu käme, dass die Oewa mit dieser Investition auch etwas für die Trinkwasserqualität tue. Das Wasser werde schneller umgeschlagen und schneller verbraucht. „Es ist also nicht so alt, bevor es zum Kunden kommt“, verdeutlicht Detlef Bull. Die Sicherheit in der Versorgung der Kunden sei dennoch gewährleistet. Für eine Löschwasserversorgung sei dagegen weder der alte noch der neue Behälter ausgelegt.

Der Bereichsleiter geht davon aus, dass alle Arbeiten bis Mitte/Ende Oktober abgeschlossen sind. Ähnliche Anlagen wie in Zschepplitz werden in diesem Jahr auch in Naundorf und Collm gesetzt. (DA/rt)