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Samstag, 30.09.2017

Hilfe für Partnergemeinde in Rumänien

Die Lutherkirchgemeinde bringt wieder Spenden nach Klausenburg. Weitere werden noch dringend gebraucht.

Von Raphael John

Ein Krankenwagen hat Michael Roßner bereits zum Pfingstsonntag in diesem Jahr nach Rumänien gefahren und dort an ein Krankenhaus übergeben.
Ein Krankenwagen hat Michael Roßner bereits zum Pfingstsonntag in diesem Jahr nach Rumänien gefahren und dort an ein Krankenhaus übergeben.

© Lutherkirchgemeinde

Radebeul. Michael Roßner ist über das Wochenende erneut in Klausenburg, Rumänien. Dieses Mal vor allem wegen der Jubiläen, die in der dortigen Gemeinde anstehen. Eines davon ist das Feiern der 25-jährigen Partnerschaft mit Radebeul, welche eigentlich schon im Mai war, aber aufgrund der Termindichte verschoben wurde. Mit dabei hat er viele Spenden, die er während der letzten Fahrten in diesem Jahr aus Platzgründen nicht mitnehmen konnte.

Los ging es am letzten Donnerstag dieses Monats mit einem Jugendfeuerwehrbus, den die Stadt zur Verfügung gestellt hat, einem Transporter der Volkssolidarität und zwei weiteren Fahrzeugen. Zurück soll die Gruppe Anfang der Woche sein.

Diese Reise leitet der Förderverein, der zur Unterstützung der Kirchgemeinde Klausenburg gegründet wurde. Das geschah ursprünglich, um das Altenheim in Klausenburg weiter zu bauen, welches man während der Reise des Couragevereins 2015 besucht hatte. Vor Ort konnten die Radebeuler aber nur das Kellergeschoss des Gebäudes besichtigen, da es als einziges fertiggestellt war. Weil Altenheime durch die Europäische Union nicht gefördert werden, nutzte ein Mitglied des Couragevereins daraufhin ihre Verbindungen zur EU-Abgeordneten Constanze Krehl (SPD), welche kurz vor einer zwei-wöchigen Bukarestreise stand.

Nach ihrer Rückkehr meldete sich das Ministerium aus Rumänien bei der Gemeinde Klausenburg und bat um die Einsendung der Unterlagen, da das Land den Bau des Altenheimes finanzieren wollte. Damit brauchte sich die Gemeinde nur um die Bausicherheit und die Versorgung der Baustelle und des späteren Gebäudes mit Wasser und Strom zu kümmern.

Ein weiteres Projekt, welches Unterstützung benötigt, ist der Kindergarten in Klausenburg, der sich zuerst im Kellergeschoss der Kirche befand. Die ansässige Gemeinde konnte aber ein Haus mit großem Grundstück in der Nähe der Kirche kaufen, das genug Platz für den Kindergarten an sich, aber auch für eine Kindergrippe bietet. Das haben sich die Einwohner der Stadt schon lange gewünscht. „Die Volkssolidarität kann einige benötigte Einrichtungsgegenstände aus ihrem Fundus zur Verfügung stellen, steht aber auch in Verhandlung mit einer Ausstattungsfirma für weitere Kindermöbel“, sagt Michael Roßner. Auch ein Apfelbaum soll auf dem Grundstück der Kindertagesstätte bei der nächsten Reise gepflanzt werden.

Auf der Fahrt nach Klausenburg wurden schon einige Spendengegenstände mitgenommen und auch eine weitere Reise ist gegen Ende Oktober geplant, aber die Gemeinde benötigt trotzdem noch einige weitere Dinge.

In diesem Jahr haben Michael Roßner und ein paar Helfer schon einen Krankenwagen und weitere Spenden zum Laukasspital in Laslea gefahren, aber Krankenhausbetten, Geräte zur ambulanten Untersuchung im Krankenwagen wie zum Beispiel EKG-Gerät und Augenprüfgeräte und diverse Gegenstände für eine physiotherapeutische Behandlung werden weiterhin gebraucht. Sie sind auch auf der Suche nach Gegenständen für den Kindergarten wie Möbel, Raumtextilien, Spielzeug, Außenspielgeräte und Ähnliches. Außerdem sind Geldspenden hilfreich, um die Kosten für Benzin und Maut zu decken, welche sehr teuer sind.

Michael Roßner ist unter der Telefonnummer 0351 8301149 erreichbar.

Das Spendenkonto der Lutherkirchgemeinde Radebeul ist: DE06350601901667209028

Stichwort: 1020 – Luther – Rumänien