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Donnerstag, 29.11.2012

Hilfe bei chronischen Schmerzen: Schmerztagebuch fürs iPhone oder iPad

Mal fühlt er sich dumpf an und kommt in Schüben, mal ist er pochend und lässt einen kein Auge zutun - chronischer Schmerz hat viele Ursachen und Gesichter. Um die Krankheit besser zu verstehen und richtig behandeln zu können, ist es hilfreich, ein sogenanntes Schmerztagebuch zu führen. Viele finden dies jedoch auf Dauer aufwendig und umständlich. Die gute Nachricht: Notizheftchen und selbst angefertigte Tabellen gehören der Vergangenheit an. Wer ein iPhone oder iPad besitzt, kann sich kostenlos eine Schmerz-App herunterladen.

Wie verändert sich der Schmerz innerhalb eines Tages, was verschafft Linderung und welche Schmerzmittel lösen Nebenwirkungen aus? Damit die Schmerztherapie effektiv sein kann, ist es wichtig, Fragen wie diese täglich in einem Schmerztagebuch zu beantworten. Denn so kommen Betroffene und Ärzte schmerzauslösenden oder schmerzverstärkenden Faktoren leichter auf die Spur und können die Behandlung optimieren.

Was bisher schriftlich in Diagnosebögen oder selbst angefertigten Tabellen festgehalten werden musste, funktioniert jetzt auch übers iPhone: Mit der App "Pain Tracer" können Betroffene die chronische Schmerzerkrankung fortlaufend protokollieren. Auch Nebenwirkungen wie Übelkeit, Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden oder Schwindel können sie dort erfassen. Der Vorteil: Die eingegebenen Daten werden automatisch online ausgewertet und in übersichtlichen Diagrammen dargestellt. Die Wirksamkeit einer Behandlung kann so direkt erfasst und der Schmerzverlauf im Auge behalten werden. Die Auswertung kann man direkt per E-Mail an den behandelnden Arzt schicken oder als Ausdruck zum nächsten Termin mitnehmen. Den "Pain Tracer" können Sie kostenlos im App Store downloaden. Zudem bieten einige Ärzte den Link als Service für ihre Patienten bereits auf ihrer Praxisseite an. Fragen Sie Ihren Arzt doch einmal beim nächsten Termin, ob er auch schon mit dem "Pain Tracer" arbeitet.

Den Schmerz nicht verschleppen: Schmerz ist immer subjektiv und wird von Mensch zu Mensch unterschiedlich empfunden. Einen Messwert, der besagt, ab wann der Schmerz behandelt werden muss, gibt es deshalb nicht. Es gilt jedoch: Ist der Schmerz sehr intensiv und dauert mehrere Tage an, sollte man unbedingt das Gespräch mit einem Arzt suchen. Denn: Bleiben Schmerzen über einen längeren Zeitraum unbehandelt, kann ein sogenanntes Schmerzgedächtnis entstehen. Die Folge: Schmerzen entwickeln sich zu einem dauerhaften Problem, d. h. sie werden chronisch.Weitere Infos rund ums Thema chronische Schmerzen finden Sie im Internet unter dem weiterführenden Link. (akz-i)