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Mittwoch, 09.03.2011

Herr Fiedler macht die alte ,Podwa‘ fit

Das Leben von Gerd Fiedler (66) drehte sich immer um Flugzeuge: „Ich habe als Kind am Flugplatz Stollberger Straße gewohnt. Mit 15 Jahren begann ich mit dem Segelfliegen, dann kümmerte ich mich um die Technik.“

Von Mandy Schneider

Chemnitz. Der gelernte Flugzeugmechaniker betreibt seit siebzehn Jahren am Flugplatz Jahnsdorf eine eigene Werkstatt, in die Kunden aus Sachsen, Thüringen und Bayern einfliegen. Nebenbei arbeitet der Chemnitzer für den Verein Historische Flugzeuge Sachsen an der Wiederbelebung einer Legende: Seit zehn Jahren schrauben er und seine zwei Techniker an einer Polikarpow Po-2. Mit mehr als 40.000 Stück war es eines der meistgebauten Flugzeug der Welt. Gerd Fiedler: „Heute gibt es weltweit kaum noch zehn Stück davon. Unsere Maschine wird die einzige flugfähige in Deutschland sein.“

Die sogenannte „Podwa“ (Erstflug 1928) hat mit Stoff bespannte Flügel aus Kiefernholz. Witzigerweise rettete Waldbrandgefahr das letzte deutsche Exemplar vor der Vernichtung. Fiedler: „Das in den 70er-Jahren ausgemusterte Flugzeug sollte am Waldrand verbrannt werden. Lutz-Peter Kern, der heutige Geschäftsführer des Landesluftsportverbandes, rettete es ,aus Brandschutzgründen‘.“ Bis Ende des Jahres soll die „Podwa“ wieder fliegen können - und spätestens zum Zwickauer Flugplatzfest 2012 den Fans gezeigt werden.