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Helikopter bricht Bergrettung ab

Weil der Hubschrauber wetterbedingt nicht landen konnte, musste ein verunglückter Wanderer aufwendig gerettet werden.

06.10.2017

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r bricht Bergrettung ab
Der Helikopter konnte im Schrammsteingebiet nicht landen. Es war zu windig.

© Marko Förster

Bad Schandau. Alarm für die Bergwacht Bad Schandau und Sebnitz am frühen Freitagnachmittag im Elbsandsteingebirge.

Ein Wanderer (47) aus Köln war allein bei einer Tour auf der Oberen Affenstein-Promenade Richtung Satanskopf bei Schmilka unterwegs. Er rutsche offenbar aus und brach sich den rechten Unterschenkel. Glücklicherweise hatte er Handyempfang und konnte so selbst Rettung organisieren.

Sechs Kameraden der Bergwacht versorgten zunächst den Verletzten, schienten sein Bein und legten ihn zum Abtransport in eine Schleifkorbtrage. Anschließend wurde er rund 100 Meter zu Fuß zu einer kleinen Lichtung transportiert.

Ein angeforderter Hubschrauber der Bundeswehr – der Heli aus Bautzen war im Einsatz – mit Winde sollte den Mann von dem Felsen zum Rettungswagen auf die Wildwiese fliegen. Da die Fläche zum Abtransport zu klein und außerdem der Wind zu heftig war, wurde nach drei Versuchen die Rettung per Helikopter abgebrochen.

Die Kameraden trugen den Mann nun rund einen Kilometer durch teils unwegsames Gelände zu ihrem Einsatzfahrzeug. Von dort aus ging es in der Nähe des Winterberges Richtung Schmilka. An der B 172 wurde der 47-Jährige in den Rettungswagen vom DRK aus Bad Schandau umgeladen und ins Krankenhaus nach Sebnitz gebracht.

Gegen 17 Uhr war die aufwendige Rettungsaktion beendet. Es war der 37. Einsatz allein für die Bergwacht aus Bad Schandau. (mf)