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Montag, 17.07.2017

Heimbewohner mit Messer bedroht

Polizisten konnten den Mann in der Riesaer Asylunterkunft überwältigen und dingfest machen. Gegen ihn wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Die Polizisten forderten den 21-jährigen Eritreer mehrfach auf, das Messer fallen zu lassen. Da er der Aufforderung nicht nachkam, gab einer der Beamten einen Warnschuss ab.
Die Polizisten forderten den 21-jährigen Eritreer mehrfach auf, das Messer fallen zu lassen. Da er der Aufforderung nicht nachkam, gab einer der Beamten einen Warnschuss ab.

© Symbolbild/dpa

Riesa. Beamte des Polizeireviers Riesa wurden Montag gegen 20 Uhr zur Asylunterkunft an der Nickritzer Straße in Riesa gerufen. Zeugen hatten die Polizei alarmiert, da ein junger Mann mehrere Heimbewohner mit einem Messer bedrohte und Steine gegen Fensterscheiben warf.

Das Streifenteam, welches als erstes vor Ort eintraf, konnte den Mann im Hof der Unterkunft ausfindig machen. Er hatte immer noch ein Messer bei sich.

Die Polizisten forderten ihn mehrfach auf, das Messer fallen zu lassen. Da er der Aufforderung nicht nachkam und sich zudem auf die Polizisten zubewegte, gab einer der Beamten einen Warnschuss ab. Daraufhin ließ der Mann das Messer fallen, bewaffnete sich jedoch kurz darauf mit einer Eisenstange sowie einem Stein und drohte den Polizisten. Wenig später warf er auch diese Sachen beiseite und versuchte zu flüchten. Letztlich konnten die Beamten gemeinsam mit einem anderen Heimbewohner, einem 30-jährigen Marokkaner, den Mann überwältigen und dingfest machen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 21-jährigen Eritreer, der ebenfalls aus der besagten Asylunterkunft stammt. Er wurde zur medizinischen Betreuung in ein Fachkrankenhaus gebracht. Gegen ihn wird nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung sowie Bedrohung ermittelt. Was den Mann zu seinem Handeln trieb, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Der 21-Jährige selbst sowie die beiden Polizeibeamten blieben unverletzt. (SZ)