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Freitag, 15.09.2017

Heimat-Frage

Warum Dresden? fragt die Künstlerin Nadin Reschke.

Foto: PR
Foto: PR

Die Berliner Künstlerin Nadin Reschke greift in „So und so viele Gründe hier zu sein“ eine Arbeit auf, die sie vor zehn Jahren – damals noch in Dresden wohnend – begonnen hatte. Reschke interessierte die Frage, warum gerade Dresden so etwas wie Heimat sein kann. Was hält Menschen in dieser Stadt und eben nicht woanders? Was stellt in dem heutigen Mobilitätszeitalter eine tragende Verbindung zu einem Ort her? Erinnerungen, Freunde, Familie oder die spezifische Geografie einer Stadt? Zu wissen, wo man zu Hause ist, ist heute eher die Ausnahme. Das Verschwinden von Heimat ist das prägende Erlebnis einer Generation, die ihre Jugend in den 70er- und 80er-Jahren hatte. Gleichzeitig ist die Sehnsucht nach einem Zuhause aufgrund der globalen Kulturentwicklung noch nie so groß gewesen wie heute.

Irgendetwas scheint sich also dagegen zu sträuben, nirgends zu Hause zu sein. Reschke befragte mehrere Monate lang Menschen zu ihren ganz persönlichen Gründen, gerade hier und nicht woanders zu sein. Sie versuchte in den Begegnungen Verbindungen zu finden, die die Stadt aus der individuellen Alltagserfahrung beschreiben. Die Arbeit blieb damals unvollendet, wurde nie öffentlich gezeigt. Jetzt, nach zehn Jahren, scheinen die Fragen nach Selbstverortung aktueller denn je ...

Service:

Was: Nadin Reschke – Installation

Wann: bis 14. Oktober, Di 10-12, Do 18-20, Sa 15-18 Uhr

Wo: Ausstellungs- und Projektraum bautzner60, Bautzner Straße 69, DD

Tickets: Eintritt frei