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Hausverkauf endlich geglückt

Das Haus Bahnhofstraße 19 wechselt den Besitzer. Für die Stadt Waldheim ist das ein doppelter Gewinn.

06.10.2017
Von Tina Soltysiak

uf endlich geglückt
Die Häuser an der Bahnhofstraße 19 und 21 in Waldheim sind baugleich. Bald haben beide denselben Besitzer. Der Stadtrat hat dem Verkauf an Markus Janasek zugestimmt. Dieser möchte Nummer19 ebenfalls sanieren und vermieten.

© André Braun

Waldheim. Das Haus an der Bahnhofstraße 19 ist nicht mehr länger dem Verfall preisgegeben. Es hat mit Markus Janasek künftig einen neuen Besitzer, der das Gebäude wieder herrichten möchte. Dies verkündete Waldheims Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) während der Sitzung des Stadtrates am Donnerstagabend. „Eine Altbausanierung wird angestrebt. Das ist schön“, sagte das Stadtoberhaupt.

Das Objekt Bahnhofstraße 19 gehörte zu zwei Dritteln der Kommune und zu einem Drittel einer Erbengemeinschaft in Berlin. Schon mehrfach hatte die Stadt versucht, das Haus zu veräußern. An die Erben war kein Rankommen. Doch vor knapp einem Jahr sei einer von ihnen auf die Stadt zugekommen. „Es gibt nur noch ihn und seinen Bruder als Mitglieder der Erbengemeinschaft“, erläuterte Ernst. Der Mann habe daher darum gebeten, dass der Kauf möglichst schnell zustande kommt. „Zur Vermeidung zusätzlicher Kosten und Minimierung des Verwaltungsaufwands sollte allerdings ein gleichzeitiger Verkauf der jeweiligen Anteile an einen potenziellen Käufer erfolgen“, so Steffen Ernst.

Es wurde ein Gutachten zur Ermittlung des aktuellen Marktwertes der Immobilie in Auftrag gegeben. „Dieses weist zum Stichtag 10. Juli 2017 einen Wert von 7 100 Euro aus. In der Bilanz der Stadt Waldheim wird das Objekt mit einem Buchwert von 8 600 Euro geführt“, so der Bürgermeister.

Der Eigentümer des Nachbarhauses Nummer 21 meldete früher bereits Interesse an. Deshalb hatte die Stadt noch einmal das Gespräch mit Markus Janasek gesucht. „Optisch gehören die beiden Häuser mit ihrer identischen Bauweise zusammen. Es wäre schade gewesen, wenn das eine verfällt“, begründete er am Freitag auf Nachfrage des Döbelner Anzeigers seine Kaufentscheidung. Noch sei der Vertrag nicht unterzeichnet. Denn zuvor war die Zustimmung des Stadtrates erforderlich. Diese fiel einstimmig aus. Die Höhe des Gesamtkaufpreises liegt bei 7 100 Euro. Laut Beschluss erhält die Stadt reichlich 4 700 Euro, das übrige Drittel im Wert von mehr als 2 300 Euro steht der Berliner Erbengemeinschaft zu.

Im kommenden Jahr möchte Markus Janasek, der in Waldheim ein Baugeschäft betreibt, mit der Sanierung des Hauses beginnen. Besonders dringlich sei die Reparatur des Daches. „Es werden sicherlich wieder vier Wohnungen entstehen. Wie genau diese dann aussehen, steht noch nicht fest“, sagte er. Da es sich um eine Altbausanierung handelt, hofft er auf Fördergeld. In Gesprächen mit der Stadt sei deutlich geworden, dass es entsprechende Programme gibt.

Im Detail habe er sich damit jedoch bislang nicht beschäftigt. Schließlich sei er ja noch nicht der Eigentümer der Immobilie. Die Nummer 21 gehört ihm. Sie sei vollständig vermietet. „Mit dem Verkauf an den Eigentümer des Hauptgebäudes Nummer 21 kann ein wichtiges Sanierungsziel im Gründerzeitgebiet realisiert und gleichzeitig die ursprüngliche Baueinheit wiederhergestellt werden“, so Bürgermeister Steffen Ernst. Damit profitiert die Stadt also doppelt: finanziell und optisch.