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Dienstag, 17.01.2017

Haft ohne Bewährung: ein teurer Böllerwurf

Tafel am Eingang zum Dresdner Amtsgericht.
Tafel am Eingang zum Dresdner Amtsgericht.

© Symbolfoto: Fabian Schröder

Dresden. Ein 25-Jähriger aus Leipzig wurde am Amtsgericht Dresden zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt – unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung.

Der Angeklagte hatte am Montag gestanden, einen Feuerwerkskörper in die Richtung von Polizisten geworfen zu haben. Der Mann hatte im Dezember 2015 in Dresden gegen Pegida demonstriert.

Am Albertplatz hat er laut Anklage den Böller über andere Gegendemonstranten hinweg auf die Uniformierten geworfen. Glücklicherweise wurde niemand durch die Explosion verletzt. Der mit rotem Tuch und weißer Sonnenbrille vermummte Deutsche wurde wenig später am Bahnhof Neustadt gestellt, wo er sich ohne Ärger zu machen festnehmen ließ. Die Beamten fanden bei ihm weitere Böller. Er sei alkoholisiert und unter Drogen gewesen, sagte der 25-Jährige.

Der junge Arbeitslose hat zwölf, teilweise einschlägige Vorstrafen, drei Kinder, keinen Beruf. Die letzte Geldstrafe habe seine neue Freundin für ihn bezahlt, sagte er. (SZ/lex)