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Dienstag, 07.11.2017

Hafencity-Pläne liegen aus

Im neuen Entwurf ist weniger dicht und hoch gebaut. Nun können die Dresdner Kritik und Anregungen einbringen.

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Am Kreativzentrum an der Leipziger Straße wird schon gebaut.
Am Kreativzentrum an der Leipziger Straße wird schon gebaut.

© Visualisierung: USD Immobilien

Als die Entwürfe für das XXL-Projekt an der Leipziger Straße erstmals auslagen, gab es viel Kritik. Nun hat die Investorfirma Unser schönes Dresden (USD) die Pläne nochmals überarbeiten lassen. Nun haben Dresdner abermals die Chance, Kritik und Anregungen einzubringen. Vom 13. November bis zum 15. Dezember liegt der Entwurf im Ausstellungsraum des Stadtmodells aus. Montags und freitags von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags und donnerstags bis 18 Uhr können die Pläne im Erdgeschoss des World Trade Centers auf der Ammonstraße eingesehen werden. Sie sind außerdem jederzeit online abrufbar.

Nach der Überarbeitung ist zwischen den einzelnen Gebäuden mehr Platz. Außerdem sind die Häuser niedriger als ursprünglich geplant. Zur Leipziger Straße sollen sie fünf Etagen bekommen, im mittleren Bereich fünf Geschosse plus Satteldach und zur Elbe sogar nur vier Etagen. Der Bauausschuss hatte kürzlich beschlossen, dass 15 Prozent der Apartments Sozialwohnungen werden sollen. Bei 300 wären das 45. So sollen sich auch einkommensschwache Personen eine Wohnung in der Hafencity leisten können. Der Startschuss ist gefallen: Neben dem Arzneimittelwerk entsteht ein Kreativzentrum. (SZ/sh)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 12 Kommentare

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  1. Letzte Chance

    Weniger Etagen an der Elbe, um das Stadtbild nicht zu zerstören. Ok. Aber weniger Etagen an der Leipziger Straße, um deren Schönheit nicht zu beeinträchtigen? Weniger Etagen sind insgesamt weniger Wohnungen und damit auch weniger Sozialwohnungen (15%). Damit kommt man dem Ziel nach ausreichend Wohnungen für alle nicht wirklich näher. Das dürfte vor allem Investoren freuen, da sie im Wohnungsmangel viel Geld verdienen können. Seltsam, dass sich auch die Mehrzahl der interessierten BürgerInnen für weniger Wohnungen ausgesprochen hat, obwohl die doch unter steigender Wohnraumverknappung besonders leiden. Oder es geht in Wirklichkeit darum, dass man es ja selbst geschafft hat, eine Wohnung zu ergattern, und es nur den anderen noch nicht wohnenden missgönnt. Das wäre aber kurzsichtig. Die steigenden Preise kommen auch bei den Alteingesessene irgendwann an. Kurzum: Wer doch noch mehr Wohnungen an der Leipziger Straße will, tue dies Kund. Letzte Chance!

  2. Weltreisender

    Ja weniger Etagen dann auch vorgeschriebenes Satteldach ect ect . Das zeigt die Provinzialität Dresdens. Fankfurt /Main hat eine Skyline geschaffen die sich international sehen lassen kann. Auch in anderen Städten der Welt werden Hochhäuser gebaut da es wenig nutzbare Grundstücke gibt. In vielen Ländern die ich kenne sind in sochen Hochhäusern auch gesellschaftliche Bereiche so zb in der 1.Etage ein Festsalon in dem man feiern kann ein offener Bereich mit Pool .Fitnesroom ect. All dies fördert das Zusammenleben u. die Kommunikation. Das geht in Deutschland vor allem solchen Städten wie Dresden (mit dörfl.Charakter) total verloren.

  3. Konrad Krause

    Verstehe nicht, worin der Sinn solcher Flachbauten so nah am Stadtzentrum liegen soll. Das führt ja beim angenommenen Wachstum der Stadt dazu, dass mehr Fläche versiegelt, mehr Bäume gefällt und weniger öffentliche Räume vorhanden sein werden. Vielleicht sollte das Stadtplanungsamt stärker auf diese Zusammenhänge wert legen, statt irgendwelche (im intl. Vergleich) Flachbauten zu verlangen.

  4. Oberlehrer

    @3: "Flachbauten"? Fünf Etagen sind ganz sicher keine Flachbauten; typisch für gründerzeitliche Bebauung waren vier Etagen + Dach. Da käme wohl auch kaum jemand auf die Idee, von Flachbauten zu sprechen. Und das Elbufer ist ganz sicher keine geeignete Stelle für einen Hochhauscluster.

  5. taigawolf

    Ja, diese generell von der Stadt geforderte geringe Geschossanzahl von Neubauten in der Innenstadt finde ich auch unverständlich. Es wirkt für eine Metropole provinziell und ist Verschwendung kostbarer Baufläche (die Verwaltung beklagt schon selbst, dass größere Gewerbeflächen nciht mehr verfügbar sind). Eine vernünftige Stadtplanung würde außerdem wissen, dass gerade im Einzugsbereich des ÖPNV eine möglichst hohe bauliche Verdichtung das Mittel der Wahl wäre, elegant umweltfreundliche Verkehrsträger strukturell zu stärken, indem man mehr Potential für ihre Nutzung schafft. Das ist sogar wirtschaftlich und spart Zuschussbedarf. Und es ist klüger als Fahrverbote für Autos. Städtebau hat immer Einfluss auf Verkehr und Umwelt, an der Uni werden diese Zusammenhänge gelehrt, aber ein paar hundert Meter weiter im Rathaus weiß man es offenbar nicht.

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