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Montag, 20.03.2017

Gute Geister in Schulen und Kitas

05.00 Uhr - Fünf Uhr morgens liegt das „Kinderland am Wiesenhang“ noch im Tiefschlaf. Doch nur ein paar Minuten später klappern Schlüssel und ein sympathischer Mann in schwarzroter Montur betritt die städtische Kindertagesstätte an der Schreberstraße:

Hausmeister Hans-Joachim Huth ist morgens stets der erste, der die Freitaler Kita „Kinderland am Wiesenhang“ betritt. Heute muss er eine kaputte Schranktür reparieren. Foto: Tilo Harder
Hausmeister Hans-Joachim Huth ist morgens stets der erste, der die Freitaler Kita „Kinderland am Wiesenhang“ betritt. Heute muss er eine kaputte Schranktür reparieren. Foto: Tilo Harder

der Hausmeister. Hans-Joachim Huth kontrolliert alle Räume, öffnet die Fenster, um frische Luft herein zu lassen, und schaut in das Hausmeisterbuch, ob die Erzieherinnen etwas hinterlassen haben. Bei einer Schranktür ist das Scharnier gebrochen und ein Gleisstück der Holzeisenbahn ist kaputt. Der „Hausi“, wie ihn die Kinder liebevoll nennen, nimmt beides mit in seine kleine Werkstatt im Keller und wird es noch am selben Tag reparieren.

Den Blaukittel, der morgens mit dem Besen in der Hand auf dem Schulhof zu spät kommende Kinder anraunzt, gibt’s nur im Film. Heutzutage muss ein Hausmeister etwas auf dem Kasten haben, auf neudeutsch ein Allrounder sein, um das betreute Haus und dessen Einrichtung in Schuss zu halten. Dazu zählt der Umgang mit Brand- und Einbruchmeldeanlagen sowie Heizungs-, Lüftungs- und Datenübertragungssystemen. Zum Tagesgeschäft gehört aber auch die Kommunikation mit Leitern und Mitarbeitern der Einrichtung.

13 Hausmeister gehören zur Abteilung Gebäudebetreuung der Technischen Werke Freital (TWF). Ab 5.30 Uhr sind sie täglich in 34 Objekten im Einsatz. Dazu zählen die stadteigenen Schulen, Kitas, Turnhallen, Rathäuser, Bibliotheken und das Gründer- und Technologiezentrum. Überall sorgen sie dafür, dass der Alltag in diesen Einrichtungen reibungslos beginnen und von statten gehen kann. Dabei betreuen die meisten Mitarbeiter mehrere Objekte parallel. Einige der Kollegen sind zudem für den Schließ- und Bereitschaftsdienst in den Rathäusern, Schulen und Kitas zuständig. Dieser beinhaltet neben dem Öffnen und Schließen der Objekte auch Kontrollgänge oder die Absicherung während den Sitzungen des Stadtrats, der Ausschüsse sowie bei anderen Veranstaltungen.

„Nur ein kleiner Teil der anfallenden Arbeiten sind Routine“, sagt Abteilungsleiter Joachim Sprungk. In der Mehrzahl der Fälle müsse sein Team spontan und flexibel reagieren können. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen, werden Aufgaben und Maßnahmen koordiniert. Dazu gehören zum Beispiel Werterhaltungsarbeiten während der Schulferien oder die Zusammenarbeit mit Fachfirmen bei turnusmäßigen Wartungen und größeren Sanierungen oder Umbauten. So ist er auch bei Bauberatungen vertreten, um die Erfahrung seiner Mitarbeiter in die Planungen einfließen zu lassen.

Nicht zuletzt gehört das Beschaffen der Ausstattung für Schulen und Kitas zu den Aufgaben der Abteilung. Sie organisiert die Reinigung und ist zuständig für die Vermietung von Schulräumen und an Caterer für die Speiseversorgung. Dieses Mehr an Leistung, die Nähe zu den Leitern der Objekte, zu Kindergärtnerinnen und Lehrern, die Einbindung in die Organisation und Absicherung von unterschiedlichsten Veranstaltungen und Höhepunkten, all das stellt hohe Anforderungen an das Team und kann nur von einem kommunalen Unternehmen wie der TWF geleistet werden.

„Dennoch sind wir bestrebt, wirtschaftlich und effizient zu arbeiten“, betont TWF-Geschäftsführer Jörg Schneider. So untersuchen derzeit zwei Studenten Aspekte des Facilitymanagements und der Energetik auf mögliche Verbesserungen. Mindestens ebenso wichtig aber sei die menschliche Seite seiner „schnellen Eingreiftruppe“. Und dafür hauen sich „Hausi“ Hans-Joachim Huth und seine Kollegen täglich ins Zeug. Tilo Harder


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