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Montag, 02.10.2017

Gute Fischernte nach heißem Sommer

Klagen muss Teichpächter Klaus-Peter Wetzig aus Wollsdorf diesmal nicht. Auch die Gäste kommen wieder. Einige gehen allerdings leer aus.

Von Heike Heisig

Florian Weber (links) bietet Michael Springsguth beim Abfischen in Mockritz diesen Karpfen an. Mit der Wahl ist auch der zweijährige Luuk einverstanden. Der Fisch landete am Abend auf dem Grill der Familie.
Florian Weber (links) bietet Michael Springsguth beim Abfischen in Mockritz diesen Karpfen an. Mit der Wahl ist auch der zweijährige Luuk einverstanden. Der Fisch landete am Abend auf dem Grill der Familie.

© Dietmar Thomas

Mockritz/Noschkowitz. Schnelligkeit hat sich am Sonnabendvormittag in Mockritz ausgezahlt. Schon kurz vor 11 Uhr war der Räucherwarenstand am mittleren Schlossteich ausverkauft. Nachdem er im Vorjahr eine Menge Forellen aus dem Räucherofen übrig hatte, ging Klaus-Peter Wetzig diesmal auf Nummer sicher – und ließ gleich weniger Fisch vorbereiten. Damit allerdings hatten diejenigen Gäste das Nachsehen, die sich zu spät an den Teich zum Abfischen aufgemacht und auf Räucherfisch fürs Mittagessen oder das Abendbrot spekuliert hatten.

Klaus-Peter Wetzig aus Wollsdorf ist Pächter von zwei Teichen in Mockritz. Ungefähr drei bis vier Zentner Fisch hat er mit Helfern aus einem der Gewässer abgefischt. Mit dem Ergebnis zeigt sich der Kraftfahrer, für den die Bewirtschaftung der Teiche ein Hobby ist, durchaus zufrieden. „Für den Sommer ist der Ertrag gut“, sagt er. Die heißen Tage ohne Regen hätten ihm schon Sorgen bereitet. Dann habe er mit dem Füttern der Tiere aufgehört, damit diese nicht an Sauerstoffmangel zugrunde gehen. Diese Taktik war genau richtig. Größere Einbußen musste Wetzig nicht hinnehmen. In anderen Jahren seien schon einmal größere Mengen Fisch gestorben. Das sei ärgerlich, der Fische und der vielen Arbeit wegen, die in der Teichbewirtschaftung steckt.

Seitdem Wetzig die Teiche in Mockritz gepachtet hat – 16 Jahre mindestens – , lädt er häufig als Erster in der Region zum Abfischen mit Frisch- und Räucherfischverkauf ein. Über mangelnde Resonanz könne er sich nicht beklagen, selbst wenn der Zuspruch im Laufe der Zeit ein wenig nachgelassen habe. Das führt er auf die weiteren Angebote in der Umgebung, die sich inzwischen etabliert haben, zurück. So feierten an diesem Sonnabend ebenfalls die Noschkowitzer ihr Fischerfest. Am kommenden Sonnabend ist ein solches in Limmritz angesetzt und noch etwas später steht die Einladung nach Wermsdorf. Gerade wegen der regionalen „Konkurrenz“ freut sich Wetzig, dass in diesem Jahr wieder mehr Besucher den Weg zu ihm gefunden haben als noch 2016.

Hecht, Zander, Karpfen und Schleie wachsen über die Monate in Mockritz heran. „Der Karpfen ist nach wie vor beliebt“, sagt Klaus-Peter Wetzig. Aber auch der Zander gehe gut. Als Frischfisch sei der nämlich ansonsten eher selten zu haben – zumindest in der Region.

Karpfen war neben Forellen auch bei den Gastgebern im Wald in Noschkowitz im Angebot. Beides gab es sowohl frisch als auch aus dem Rauch. Und verzichten mussten die Besucher keinesfalls auf die verschiedenen Fischsuppen. Für die Suppenauswahl bei ihrem Fischerfest sind die Noschkowitzer mittlerweile über den Ort hinaus bekannt.