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Freitag, 12.01.2018

Gut im Zeitplan, trotz kleiner Pannen

Die Bauarbeiten im Ottendorfer Teichwiesenbad kommen stetig voran. Nur der Winter darf nicht ausbrechen.

Von Nadine Steinmann

Die Bauarbeiten im Teichwiesenbad sind im vollen Gange. Solange kein harter Winter kommt, rechnet Ottendorfs Bauamtsleiter mit einer Fertigstellung Ende April.
Die Bauarbeiten im Teichwiesenbad sind im vollen Gange. Solange kein harter Winter kommt, rechnet Ottendorfs Bauamtsleiter mit einer Fertigstellung Ende April.

© Thorsten Eckert

Ottendorf-Okrilla. Zugegeben: Das Ottendorfer Teichwiesenbad sieht in diesen Tagen überhaupt nicht nach einem Ort der Erholung aus. Überall sind Bauzäune sowie Gruben zu sehen und der riesige Kran trägt auch nicht zum idyllischen Bild bei. Muss er ja aber auch nicht. Denn solange ab den warmen Sommertagen die große Liegewiese und das blau glitzernde Wasser im großen Becken wieder zum Planschen einladen, ist alles in bester Ordnung. Und genau dieses Ziel wird mit den vielen Baugeräten, die momentan im Ottendorfer Freibad stehen, auch verfolgt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das Teichwiesenbad bis zur Badesaison auch wieder ein Ort der Erholung ist, stehen nach Angaben von Ottendorfs Bauamtsleiter Andreas Jäpel zumindest nicht schlecht. „Bis Ende April ist die Fertigstellung geplant“, erläutert der Verwaltungsmitarbeiter am Montagabend im Gemeinderat – vorausgesetzt ein plötzlicher Winter macht den Arbeiten keinen Strich durch die Rechnung. Gleichzeitig bat Andreas Jäpel die ehrenamtlichen Politiker um einen weiteren Vorgriff auf den Haushalt 2018. Denn überraschend muss nicht nur die Drei-Meter-Sprungturmanlage, sondern auch die ein Meter hohe Sprungturmanlage des Bades erneuert werden. „Eigentlich wollten wir die alte weiterhin nutzen“, erklärt Andreas Jäpel. Lediglich der Sockel sollte erhöht und das alte Brett weiter verwendet werden.

Während der Bauarbeiten mussten die Fachleute bereits feststellen, dass das Fundament der Drei-Meter-Sprunganlage unterspült war. Das Fundament der „kleinen Sprungschwester“ war zu diesem Zeitpunkt aber noch in Ordnung, weshalb nur die Neubeschaffung der höheren Anlage ausgeschrieben wurde. Im weiteren Verlauf der Arbeiten, insbesondere bei der Verfüllung und Verdichtung des Bodens, rutschte aber nach Angaben des Bauamtsleiters auch das Fundament der kleinen Sprungturmanlage in die Baugrube. Zudem mussten die Bauleute beim Abmontieren des Sprungbrettes feststellen, dass dieses arg verschlissen ist. Sprich: Auch die kleine Sprungturmanlage ist auf dem Müll besser aufgehoben, als eine weitere Saison im Freibad. Dem hatte auch der Gemeinderat nichts entgegenzusetzen und kam den Wünschen von Andreas Jäpel nach. Über den Auftrag selbst kann sich eine Firma aus der schleswig-holsteinischen Stadt Schwentinental freuen. „Damit steigen die Gesamtkosten auf 2,13 Millionen Euro“, so der Bauamtsleiter abschließend.

Zu Beginn der Planungen waren Investitionen von knapp 1,1 Millionen Euro angesetzt. Als sich die Verantwortungsträger der Gemeinde im Oktober 2016 aber für die Edelstahlvariante beim neuen Schwimmerbecken aussprachen, stiegen die Gesamtkosten sprunghaft auf 1,8 Millionen Euro an. Doch schließlich wolle man die Sanierung – wenn man sie schon anpackt – ordentlich machen. Die gestiegenen Baupreise sowie extra Ausgaben – wie zum Beispiel für die Sprungturmanlage – lassen die Gesamtkosten auf nun über zwei Millionen Euro ansteigen. Doch bisher sei nach Angaben von Andreas Jäpel immer noch alles im Rahmen. Zudem bekommt die Gemeinde Ottendorf auch finanzielle Unterstützung aus dem Investitionspaket „Brücken in die Zukunft“. Und schließlich dienen alle Ausgaben am Ende dem Ziel, dass die Ottendorfer wieder einen wunderschönen Ort zum Erholen, Baden und auch Austoben haben.