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Montag, 16.02.2015

Grusel, Grauen, Gänsehaut

Das Motto des 34. Faschingsumzugs in Königsbrück war in 34 Bildern gegenwärtig – und begeisterte die Gäste.

Von Sebastian Frey

Faschingsumzug in Königsbrück

Einfach nur gruslig kommt dieses ungleiche Pärchen daher, das mit seiner Maskerade perfekt zum Motto des diesjährigen Faschingsumzugs passte. Ob die Hexe und ihr sympathischer Geselle später auch noch einen heißen Ritt auf dem Besen hinlegten, ist nicht überliefert.
Einfach nur gruslig kommt dieses ungleiche Pärchen daher, das mit seiner Maskerade perfekt zum Motto des diesjährigen Faschingsumzugs passte. Ob die Hexe und ihr sympathischer Geselle später auch noch einen heißen Ritt auf dem Besen hinlegten, ist nicht überliefert.

© Matthias Schumann

Königsbrück. Wenn der Königsbrücker Carnevalsclub (KCC) zum Faschingsumzug einlädt, dann ist das für alle Pappnasen der Umgebung ein wichtiger Grund, Gesicht zu zeigen. Natürlich geschminkt, wie es sich für echte Karnevalisten gehört. Präsident Andreas Volkland mit dem Regentenpaar Bernhard I. & Katharina I. begrüßte die Teilnehmer mit dem Schlachtruf: „Tschako Hopp!“ Zum 34. Königsbrücker Faschingsumzug hatten sich am Sonnabend tatsächlich genau 34 Bilder angekündigt. Das Motto lautete: „Grusel, Grauen, Gänsehaut“, und schon beim Sammeln ab 12 Uhr auf der Kamenzer Straße, am Topfmarkt sowie in der Louisenstraße zeigte sich, dass die Gespenstershow durchaus ernst zu nehmen war. Zum „Gruselfest der Volksmusik“ hatten sich zum Beispiel die Gräfenhainer Partyschweine bekannt. Der Jugendclub Weißbach reimte: „Graf Dracula lädt zum Abendschmaus, der JCW kommt aus dem Feiern nicht mehr raus.“ Und die Wagenbauer aus der Waldsiedlung warnten: „Zombiefieber – Vorsicht Ansteckungsgefahr!“ Bauer Hommel aus Gräfenhain brachte sogar die große Politik ins Spiel: „Schweinefleisch und Gänsehaut – Merkel hat auf Sand gebaut.“ Nun denn!

Faschingsumzug in Königsbrück

Erstmals hatte das nicht unkomplizierte Einfädeln der Wagen im vergangenen Jahr am Töpfermarkt begonnen. An der Umzugsstrecke, die über Hohenthalstraße, Weißbacher Straße, Curt-Tausch-Straße, Schloßstraße, Dresdner Straße und die Marktstraße zum Markt verlief, hatte sich wieder viel schaulustiges Volk versammelt. Bis in die Abendstunden war der Markt dicht umlagert von Faschingsvolk, das natürlich ausgelassen feierte. Und ebenfalls zum zweiten Mal wurde zum Kneipenfasching in mehrere Lokalitäten geladen.

Überschattet wurde das Treiben von einem tragischen Unfall am Sonnabendabend. Bei der Heimfahrt eines der am Umzug teilnehmenden Gespanne war auf der Dresdner Straße ein 52-Jähriger vom Wagen gefallen. Der Bretterboden des Wagens, der an einem Traktor hing, hatte den darauf befindlichen 27 Karnevalisten nicht Stand gehalten. Der 52-Jährige fiel hindurch und wurde vom Anhänger überrollt, der dahinter mit am Gespann hing. Der Mann kam schwer verletzt in eine Klinik.