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Donnerstag, 15.02.2018

Grünes Licht für die Abkürzung

Die Anbindung vom Fuchsberg in Berthelsdorf an die Straße nach Bischofswerda ist schon lange gewollt. Jetzt kann sie gebaut werden.

Von Nancy Riegel

Bald kann man von der S156 aus nach Berthelsdorf abbiegen. Bisher ist das nicht erlaubt.
Bald kann man von der S 156 aus nach Berthelsdorf abbiegen. Bisher ist das nicht erlaubt.

© Dirk Zschiedrich

Berthelsdorf. Der Neustädter Ortsteil Berthelsdorf bekommt die langerhoffte direkte Anbindung an die Staatsstraße nach Bischofswerda. Die Landesdirektion Sachsen hat grünes Licht für den Anschluss des Gewerbegebietes „Am Fuchsberg“ an die Staatsstraße S 156 gegeben. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 24. Januar getroffen, heißt es in der Mitteilung der Behörde.

Mit dem Ausbau der Straße soll die Sicherheit der Anwohner in Berthelsdorf erhöht werden. „Mit dem Vorhaben wird der Verkehr zukünftig auf die Ortsumgehung verlagert und die Verkehrssicherheit erhöht. Dies führt zu einer Entlastung der von Lärm und Schadstoffen betroffenen Anwohner“, heißt es aus der Landesdirektion, die dem Sächsischen Innenministerium untergeordnet ist.

Die Anbindung des Gewerbegebiets wurde bereits im August 2017 vom Stadtrat in Neustadt beschlossen. Zusammen mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wollte man die Ortsumgehung vorantreiben. Denn die ansässigen Unternehmen am Fuchsberg sind es leid, ihre Lkws umständlich über den Kreisverkehr beim Autohaus Angermann zu schicken, wo es doch eigentlich eine Abkürzung über die stillgelegten Bahnschienen gibt. Der Schleichweg ist aber nicht für den Verkehr freigegeben. Pkws nutzen die Straße trotzdem auch heute schon, trotz der Gefahr, ein Knöllchen zu kassieren. Für Laster ist der Weg nicht breit genug.

Separater Radweg geplant


Dazu kommt, dass der Umweg durchs Dorf belastend für die Anwohner ist, die von Lärm und Dreck genervt sind und sich um die Sicherheit der Kinder sorgen, die an der Bischofswerdaer Straße spielen.

Bisher fehlte für den Ausbau der Straße am Fuchsberg noch das Okay der Landesdirektion, das nun erteilt wurde. Die Behörde gibt in diesem Zusammenhang bekannt, wie die Straße künftig aussehen soll. Auf einer Gesamtlänge von 362 Metern wird die Trasse ausgebaut. Die Staatsstraße S 156 wird dafür an der Einmündung verbreitert und erhält eine Mittelinsel sowie eine separate Linksabbiegerspur. Hier ist eine Breite von 3,25 Metern vorgesehen. Die neue Verbindungsstrecke verläuft dann über die nicht mehr genutzte Bahnstrecke zwischen Neustadt und Neukirch. Geplant sind zwei Fahrstreifen sowie ein separater Geh- und Radweg, der parallel zur neuen Straße verlaufen soll.

Der nicht mehr im Betrieb befindliche Bahnübergang wird zurückgebaut. Die Regionaleisenbahn, die die Schienen an der Stelle gepachtet hat, will sich aber die Möglichkeit offenlassen, die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen. Auch wenn in Neustadt keiner an diese Vision glaubt, musste die Stadt trotzdem einen Vertrag unterzeichnen, der sie dazu verpflichtet, die Anlagen notfalls neu zu errichten.

Wann der Ausbau der Straße am Fuchsberg genau beginnt, steht noch nicht fest. „Mit der Baudurchführung wird voraussichtlich im Jahr 2019 begonnen“, sagte Lasuv-Sprecherin Isabel Siebert kürzlich. Vorher seien noch Abstimmungen zwischen Stadt und Baubehörde notwendig.