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Freitag, 08.04.2016

Grüne uneins zum Palais Riesch

Die historisch nachempfundene Fassadengestaltung (rechts) für das Palais Riesch wurde aus wirtschaftlichen Gründen vom Investor abgelehnt, der moderne Entwurf von der Bevölkerung aus ästhetischen. Zehn Architekturbüros haben jetzt den Auftrag, einen Kompromiss zu finden. Die Aufgabe ist schwierig.
Die historisch nachempfundene Fassadengestaltung (rechts) für das Palais Riesch wurde aus wirtschaftlichen Gründen vom Investor abgelehnt, der moderne Entwurf von der Bevölkerung aus ästhetischen. Zehn Architekturbüros haben jetzt den Auftrag, einen Kompromiss zu finden. Die Aufgabe ist schwierig.

© Visualisierungen: Arte4D/GHND, CG-Gruppe

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) ist in die Suche nach einem Kompromiss für die Fassade des Palais Riesch am Neumarkt eingebunden. Er befürwortet offenkundig auch eine Lösung, die keinen historisierenden Entwurf vorsieht. Aus den eigenen Parteireihen äußert sich der baupolitische Sprecher der Stadtratsfraktion, Thomas Löser, jetzt aber gegenteilig zum Vorgehen des Investors.

Der will bis Ende Mai in einem Werkstattverfahren Vorschläge von zehn ausgewählten Architekturbüros sammeln. „Ich bedauere, dass die CG-Gruppe sich nicht in der Lage sieht, das den Dresdnern von ihnen selbst versprochene Palais Riesch wiederzuerrichten.“ Trotzdem will die Fraktion in der Jury mitarbeiten und ihre Meinung zu den vorzulegenden Entwürfen abgeben. „Wir hoffen, dass in diesem Verfahren ein interessanter und geeigneter Entwurf gefunden werden kann.“ Das Palais Riesch gehört zum Quartier Hoym hinter dem Polizeipräsidium, das als Gesamensemble entwickelt werden soll. (SZ/lk)