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Dienstag, 13.11.2012

Große Pause in ganz Sachsen: So streiken ab morgen die Lehrer

Dicke Luft an Sachsens Schulen: Die Lehrer wollen eine Altersteilzeitregelung, der Finanzminister nicht. Immerhin hat er jetzt ein Gespräch angeboten. Ab morgen wird trotzdem gestreikt - und zwar regional gestaffelt.

Von Juliane Morgenroth

Von morgen bis Freitag streiken in Sachsen wieder die Lehrer: Los geht es im Raum Dresden. Foto: dpa
Von morgen bis Freitag streiken in Sachsen wieder die Lehrer: Los geht es im Raum Dresden. Foto: dpa

Dresden. Die Lehrergewerkschaften laufen sich nach dem Streiktag im September erneut warm, sprechen von einer „Rekord-Streikbereitschaft“: Morgen sind alle Lehrer in der Region Dresden zum ganztägigen Streik aufgerufen. Donnerstag sind die Lehrer in der Region Chemnitz und Limbach-Oberfrohna an der Reihe, Freitag die Regionen Leipzig, Bautzen und Zwickau. Geplant sind Kundgebungen in vielen Städten. Eine Schüler-Notfallbetreuung soll sichergestellt sein.

Und das alles, obwohl Finanzminister Georg Unland (CDU) den Gewerkschaften ein Gespräch angeboten hat - sogar noch diese Woche. „Dabei handelt es sich aber nicht um Tarifverhandlungen“, betont Unlands Sprecher Stephan Gößl. Altersteilzeitregelungen seien aber ein Problem, weil die dann frei werdenden Stellen nicht gleichwertig nachbesetzt werden könnten, vor allem an Mittel- und Förderschulen fehlten passende Bewerber.

„Das Angebot des Finanzministers zu einem Gespräch über Altersteilzeit werden wir annehmen, es ändert aber nichts am Warnstreik. Wir wollen einen Generationen-Tarifvertrag“, so Uschi Krusche, Vize-Landes-Chefin der Lehrergewerkschaft GEW. Jens Weichelt, Chef des Sächsischen Lehrerverbandes (SLV): „Die Verweigerung von Altersteilzeit wird nicht zu einer kontinuierlichen Unterrichtsabsicherung führen - mit einer Lehrerschaft, die in zwei Jahren zu einem Viertel über 60 Jahre alt sein wird.“