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Montag, 25.09.2017 Fußball-Landesklasse

Gröditzer Trainer schlägt Alarm

Michael Schuster erwartet nach der 3:4-Heimniederlage gegen Motor Wilsdruff mehr Disziplin. Coswig bleibt weiter ohne Punkt.

© Symbolbild/Claudia Hübschmann

Gröditz. Nur 45 Unentwegte wollten die Partie gegen die Gäste aus Wilsdruff sehen. Wer nicht den Weg ins Stadion am Eichenhain gefunden hatte, verpasste einiges. Insgesamt fielen sieben Tore und am Ende bejubelten die Motor-Kicker ihren zweiten Saisonsieg (4:3).

Bei den Gastgebern fehlten mit Gängler, Bächler, Pfennig und Rost gleich vier Spieler verletzungsbedingt. Bei den Gästen rückten Chefcoach Paul Rabe und Co-Trainer Stefan Krüger in den Kader – Letztgenannter spielte am Ende eine nicht unerhebliche Rolle.

Tim Zeller brachte die Gastgeber schon nach neun Minuten in Führung, aber die Wilsdruffer drehten die Partie noch vor dem Halbzeitpfiff. Lucas Lucius (13.) und Sven Rickert (45.) trafen ins Schwarze. In der zweiten Halbzeit schienen die Gäste auf die Verliererstraße zu geraten, obwohl sie klar tonangebend waren und sich hervorragende Chancen erspielten. Immer wieder scheiterten die Motor-Kicker entweder am Aluminium, am tüchtigen Gröditzer Keeper Sven Lotzmann oder an der eigenen Abschlussschwäche. Und plötzlich wurde der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt, denn Lucas Partuschek (68.) und Zeller mit seinem zweiten Treffer nach toller Einzelleistung (73.) brachten die Gröditzer überraschend mit 3:2 in Vorhand. Die Rechnung hatten die Röderauer aber ohne die nie aufsteckenden Wilsdruffer gemacht. Rudolf Keilholz per Strafstoß (84.) und Co-Trainer (!) Stefan Krüger (87.) sicherten mit ihren Treffern den ersten Auswärtsdreier.

Coswiger halten lange ein Remis

„Wieder eine Heimniederlage die viele Fragen aufwirft und die angespannte Situation nicht einfacher werden lässt“, meinte dagegen der Gröditzer Präsident Klaus Hirschnitz. Und Trainer Michael Schuster übte harte Kritik: „Das war ein Spiel zweier Mannschaften, die jeweils zehn Chancen für sich und zehn gegen sich hatten. Davon bin ich kein Freund, weil das oft auf nicht gerade disziplinierten Fußball hinweist. Und genauso sehe ich das Spiel meiner Mannschaft zurzeit. Wenn man nicht absteigen will, muss man einfachen und disziplinierten Fußball spielen – und davon sind wir im Moment meilenweit entfernt.“

Recht wacker schlug sich der Tabellenletzte Coswiger FV beim amtierenden Meister in Mittweida. Bis zur 75. Minute hielt das weiterhin punktlose Schlusslicht ein 0:0, ehe Patrick Richter und Silvio Grötzsch (82.) dem Favoriten, der zu Hause noch kein Gegentor kassierte, noch den vierten Saisonsieg sicherten. (kh/js)