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Sonntag, 27.01.2013

Gregor Schlierenzauer zieht mit Matti Nykänen gleich

Der Österreicher eilt von Triumph zum Triumph. Auf der größten Schanze der Welt feiert er seinen 46. Weltcuperfolg und schließt zu einer Legende auf.

Gregor Schlierenzauer (M.) auf dem Podium mit dem Zweitplatzierten Simon Amman (l.) und dem Dritten Robert Kranjec.
Gregor Schlierenzauer (M.) auf dem Podium mit dem Zweitplatzierten Simon Amman (l.) und dem Dritten Robert Kranjec.

© dapd

Vikersund/Frankfurt. Überflieger Gregor Schlierenzauer hat den Siegrekord des legendären Finnen Matti Nykänen geknackt und damit Skisprung-Geschichte geschrieben. Der Vierschanzentourneegewinner aus Österreich feierte am Samstag beim Skifliegen in Vikersund seinen 46. Weltcuperfolg und egalisierte damit Nykänens Bestmarke. „Das ist ein unglaublicher Punkt in meiner Karriere. Ein Meilenstein. Ich bin sprachlos“, sagte der erst 23 Jahre alte Schlierenzauer.

Mit Weiten von 216,5 und 240 Metern verwies das von vielen als bester Skispringer der Geschichte angesehene Jahrhunderttalent den Schweizer Simon Ammann um 0,5 Punkte auf Rang zwei. Dritter wurde Skiflug-Weltmeister Robert Kranjec aus Slowenien.

Michael Neumayer belegte als bester deutscher Springer den achten Platz. Der 34-Jährige sprang auf der weltgrößten Schanze 196,5 und 225 Meter weit. „Es hat Spaß gemacht. Vor allem der zweite Versuch war wieder mal ein schöner, weiter Sprung zum Genießen. Sogar mit einer Telemark-Landung. Ich bin sehr zufrieden, denn ich habe mich sehr achtbar geschlagen“, bilanzierte der von einer Erkältung geschwächte Bayer.

„Er ist leider zu spät in die Gänge gekommen. Aber er legt eine große Freude an den Tag, hat ein gutes Set up und ein gutes System. Schön, dass er hier noch mal solche Ergebnisse einfahren kann“, lobte Bundestrainer Werner Schuster den Routinier.

Der zuletzt dreimal abgestürzte Severin Freund wurde mit 213,5 und 206 Metern Zehnter, konnte sich darüber aber nur bedingt freuen. Zur Halbzeit hatte der 24-Jährige als Sechster sogar noch das Podium im Blick, am Ende fehlten ihm mehr als 33 Punkte auf Rang drei. „Jeder Sprung über 200 Meter ist schön. Ein bisschen weiter wäre aber noch schöner gewesen“, sagte Freund. „Wir haben vorher gewusst, dass es heute nicht ganz einfach wird. Man braucht auch das nötige Glück, gerade beim Skifliegen. Im ersten Versuch habe ich es erwischt, im Finale nicht so.“

Der von einer Grippe genesene Richard Freitag kam mit 195 und 206,5 Metern auf Rang 18. Maximilian Mechler belegte den 21. Platz, Andreas Wank wurde 28. „Dem einen oder anderen Springer fehlte die Entschlossenheit. Das ist auch eine Herzfrage. Richard hat heute den Schritt gemacht, ein Skiflieger zu werden. Einige andere sind zu sehr Ski gesprungen, nicht geflogen“, stellte Schuster fest.

Dazu gehörte Oldie Martin Schmitt, der einen rabenschwarzen Tag erwischte. Nach einem Hüpfer auf 148 Meter schied der 34-Jährige als 35. aus. „Das war heute nicht gut. Ich habe mich schwergetan und keine Energie gehabt, die man braucht, um auf eine ordentliche Weite zu kommen. Ich habe es probiert, aber nicht hinbekommen. Das ärgert mich“, sagte Schmitt. (dpa)

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