Freitag, 14.12.2012

Gopfridstutz!* Schweizer scharf auf unsern Schneeschniedel

Unglaublich: Der Schneeschniedel aus Blasewitz verschafft den jungen „Monumental-Künstlern“ jetzt auch international Ruhm und Ehre. Nach dem Morgenpost-Artikel wurde ein Schweizer Kunst-Manager auf die Dresdner aufmerksam. Der Riesenpenis soll jetzt in Basel, der drittgrößten Stadt der Schweiz, originalgetreu nachgebaut werden.

Von Dirk Hein

Schweiz - wir kommen! Albert (l.), Franz (r.) und Reinhold wurden samt Schneeschniedel zu einem Skulpturen-Wettbewerb in die Schweiz eingeladen. Foto: Steffen Füssel
Schweiz - wir kommen! Albert (l.), Franz (r.) und Reinhold wurden samt Schneeschniedel zu einem Skulpturen-Wettbewerb in die Schweiz eingeladen. Foto: Steffen Füssel

Dresden. „Ich bin von dem Kunstwerk begeistert. Ich lade die Künstler zu unserem Projekt ‚Skultur II‘ im Januar oder Februar in den Schützenmattpark nach Basel ein. Reise und Unterkunft werden finanziert. Sollte nicht genügend Schnee da sein, kümmern wir uns auch darum“, erklärt der Schweizer Kultur-Initiator Klaus Littmann.

Ein Jahr lang sollen etwa 20 internationale Künstler den zentral in Basel gelegenen Park mit Skulpturen bereichern. Es wird Platz für „spontane“ und „temporäre“ Skulpturen wie den Dresdner Riesenschniedel geben. Das Projekt wird zum Teil über den Lotteriefonds der Schweiz und über private Sponsoren finanziert.

„Ein Fotograf wird den gesamten Prozess begleiten. Im Herbst 2013 wird eine umfangreiche Dokumentation erscheinen“, so Littmann weiter. Für die Dresdner Schniedel-Künstler eine unerhoffte Ehre. „Wir sind sprachlos, können uns eine Teilnahme aber sehr gut vorstellen. Ich hoffe, wir finden einen Termin“, so Franz (19).

Der Ort jedenfalls könnte besser nicht sein. Der Schützenmattpark ist mit „Flaneuren, Erholungsuchenden, Sonnenbadenden, Joggern und Menschen auf dem Weg zur Arbeit“ in etwa das Baseler Gegenstück zum Dresdner Alaunplatz.

* Schweizerdeutsch: "Wahnsinn!"

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