Samstag, 19.01.2013

Google und die Legende vom Eselmord

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Bilder einer Eselei auf Google Street ViewScreenshots: SZ
Bilder einer Eselei auf Google Street ViewScreenshots: SZ

  • Bilder einer Eselei auf Google Street ViewScreenshots: SZ
    Bilder einer Eselei auf Google Street ViewScreenshots: SZ

Mountain View/USA. Die Geschichte klang bösartig. Hat der Kamerawagen von Google Street View etwa ein unschuldiges Tier auf dem Gewissen? Ein Twitter-Nutzer namens „Dr. Sheldon Cooper“ postete Anfang der Woche einen Screenshot, der einen scheinbar regungslos im Sand liegenden Esel zeigt. Die Szene war im afrikanischen Botswana für den Kartendienst des Suchmaschinengiganten aufgenommen worden. Die Schlussfolgerung des Twitterers: „Ich glaube, Google Street View hat in Botswana einen Esel überfahren.“

Schnell verbreitete sich der vermeintliche Skandal im Internet. Sogar der US-Sender Fox beschäftigte sich mich dem Fall. Am Ende sah sich Google selbst gezwungen, ein Statement abzugeben. Mit einer Bilderstrecke zeigte das Unternehmen, wie es wirklich war: Offenbar wälzte sich der Esel erst im Sand und stand dann auf, als der Kamerawagen sich näherte. In Botswana herrscht Linksverkehr, der Esel lag auf der linken Straßenseite. Nur in der spiegelverkehrten Ansicht steht der Esel erst auf der Straße, ehe er im Sand liegt. So habe es den Anschein gehabt, „als sei unser Auto in eine ungehörige Fahrerflucht verwickelt gewesen und als hätten wir das arme Vieh auf der Straße liegen lassen“, schreibt Google-Maps-Manager Kei Kawai im Google-Blog. (SZ/hbe)

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