Samstag, 17.11.2012

Goldschatz von Kötzschenbroda ist versteigert

Die wertvollen Münzen erzielten bei einer Auktion in Hamburg das Dreifache des aufgerufenen Wertes.

Von Frank Andert

Radebeul/Hamburg. Die Versteigerung des als Münzhorts bezeichneten und im Volksmund Goldschatz genannten Fundes von Kötzschenbroda bildete am Freitag einen der absoluten Höhepunkte der 68. Saalauktion der Münzhandelsgesellschaft Emporium Hamburg. Zahlreiche Bieter interessierten sich für den seltenen Schatz, den Handwerker 1811 bei Umbauarbeiten in einer Sattlerwerkstatt in Kötzschenbroda entdeckt hatten und der nach mehr als 200 Jahre in Familienbesitz nun erstmals in den Handel kam.

Im Katalog waren die 58 Einzelpositionen mit Schätzpreisen von zusammen knapp 35.000 Euro ausgezeichnet gewesen. Der Zuschlag wurde nach langem Hin und Her schließlich bei 104.000 Euro erteilt, also dem Dreifachen. Über den neuen Eigentümer des Münzhorts von Kötzschenbroda will das Auktionshaus keine Angaben machen. Die gute Nachricht lautet aber: Der Schatz bleibt bis auf weiteres in einer Hand. Der Henkeltopf mit 15 Gold- und 42 Silbermünzen aus der Zeit von 1460 bis 1639 war vermutlich gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges eingemauert worden.