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Görlitz wieder vom Eisenbahnnetz abgeschnitten

Trilex lässt Reisende einfach stehen.

06.10.2017

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ieder vom Eisenbahnnetz abgeschnitten
Ein stehender Trilex

© SZ Thomas Eichler

Görlitz. Für Reisende, die von Dresden aus nach Görlitz und weiter nach Breslau reisen wollen, endet die Reise derzeit in Bautzen. Über die Gründe konnte eine Sprecherin des Trilex am Freitagmorgen auf Nachfrage der SZ keine Auskunft geben, da man gerade einen Tag der offenen Tür feiert.

Wahrscheinlich sei ein Baum auf die Gleise gefallen, sagte die Sprecherin. Man prüfe den Vorfall und werde schnell für einen Schienenersatz-Notdienst per Bus sorgen.

Obwohl dem Eisenbahnunternehmen Trilex bekannt war, dass die Strecke zwischen Bautzen und Löbau gesperrt ist, wurden die Reisenden in Dresden darüber nicht informiert. Erst nach Abfahrt des Zuges in Dresden-Neustadt wurde per Zuglautsprecher die Streckensperrung bekannt gegeben, so ein SZ-Reporter vor Ort. In Bischofswerda habe dann die Trilex-Zugbegleiterin mit Rollkoffer kommentarlos den Zug und die Reisenden sich selbst verlassen.

In Bautzen warteten die Reisenden 45 Minuten auf einen Schienenersatzbus. Als dieser eintraf, teilte der Fahrer mit, dass er seine Pausenzeiten einhalten müssen und erst einmal eine halbe Stunde Pause mache.

Die Strecke von Görlitz nach Dresden sei wieder befahrbar, teilte eine Trilex-Sprecherin am Donnerstagmorgen 8.49 Uhr, mit.

Am Freitagmorgen soll nach Trilexangaben der Zugverkehr zwischen Görlitz bzw. Zittau nach Dresden zu Dienstbeginn normal gestartet sein.

Bereits am Donnerstag war aufgrund der aktuellen Wetterlage durch Sturmtief Xavier ab 19.30 Uhr der Zugverkehr durch DB-Netze zwischen Bautzen und Dresden eingestellt worden. Trilex war auch nicht in der Lage einen Busnotverkehr zu bestellen. „Wir bitten um Verständnis dafür, dass die Dauer der Sperrung derzeit noch nicht absehbar ist und es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Sperrungen kommen wird“, teile eine Trilexsprecherin am Donnerstagabend mit. Die Busunternehmen hätten sich mit Blick auf das Sturmtief geweigert, ihre Fahrer loszuschicken. „Wir haben dann mit Kleinbussen und Taxis versucht, alle Fahrgäste von den Bahnhöfen in Görlitz, Löbau, Bautzen und Bischofswerda abzuholen“, so die Trilex-Sprecherin am Donnerstag. Die Verwaltungsmitarbeiter hätten dies bis zwei Uhr morgens koordiniert. (sz/pc)