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Donnerstag, 07.12.2017

Gnadenfrist für Allende-Turnhalle

Die Stadt Bautzen diskutiert bereits über den Abriss – und investiert doch noch einmal ins alte Gebäude.

Die Allende-Schule in Bautzen. Die Sporthalle der Schule bekommt eine Gnadenfrist.
Die Allende-Schule in Bautzen. Die Sporthalle der Schule bekommt eine Gnadenfrist.

© Uwe Soeder

Bautzen. Im kommenden Jahr werden an der Turnhalle der Allende-Oberschule in Bautzen die Handwerker anrücken. Grund dafür ist der Bericht eines Statikers. Zwar befürchtet dieser noch kein akutes Versagen der Stützwände. Allerdings hält er eine Sanierung der vier Hallenstützen in den nächsten ein bis zwei Jahren für unumgänglich. Das teilt Falko Wendler, Chef des Bautzener Hoch- und Tiefbauamtes mit. „In seinem Gutachten schreibt der Statiker, dass jetzt noch eine Sanierung möglich ist“, erklärt er.

Die Stadt hat sich nun dafür entschieden, die Bauarbeiten im kommenden Jahr durchführen zu lassen. Das heißt aber auch, dass sie in die 1968 erbaute Turnhalle noch einmal 99 000 Euro investieren wird. Und das, obwohl der Abriss der Halle und ein Neubau bereits diskutiert werden. Wie der Chef des Hoch- und Tiefbauamtes mitteilt, sei die Sanierung der Hallenstützen trotz dieser Überlegungen sinnvoll. Es könne schließlich nicht damit gerechnet werden, dass es mit dem Abriss und dem Neubau der Halle sofort im neuen Jahr losgeht.

Die Sporthalle ist laut Bautzens Stadtverwaltung insgesamt in keinem guten Zustand. Will die Stadt die Halle der Oberschule erhalten, dann ist in den nächsten Jahren mit weiteren größeren Sanierungsmaßnahmen zu rechnen. „Die Turnhalle ist sehr klein. Das sollte man berücksichtigen, wenn es darum geht, ob ein Neubau oder eine Sanierung besser ist“, erklärt Wendler. Denkbar sei es, dass eine neue größere Turnhalle dann auch an Vereine vermietet werden könnte. (SZ/mho)