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Glatte Haut ganz ohne Haar

25.11.2016

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Anita Tonn führt seit zwölf Jahren die „Körperwelt – Institut für apparative Kosmetik“. | Fotos: PR (2)

Anita Tonn ist staatlich geprüfte Kosmetikerin und führt zwei Studios, die „Körperwelt – Institut für apparative Kosmetik“ in Dresden und Radebeul.

Frau Tonn, was ist Ihr Spezialgebiet?

In unseren beiden Instituten haben wir uns neben der Hautverjüngung und diversen Hautbildverbesserungen vor allem der dauerhaften Haarentfernung verschrieben.

Wie geht das?

Wir arbeiten mit einer Mischung aus Licht und Strom, dem sogenannten ELOS-Verfahren. Der Vorteil daran ist, dass die Haarfarbe dabei egal ist – würde man nämlich nur mit Licht arbeiten, müssten die Härchen eher dunkel sein. Mit unserer Methode erwischen wir aber sogar die Rothaarigen. Zudem ist sie für alle Hauttypen geeignet. Tiefer sitzende Haarwurzeln wie im Rücken- oder Bikinibereich werden auch besser erreicht.

Welche Enthaarungen führen Sie durch?

Alles. Die meisten Kunden wünschen sich haarfreie Achseln und Bikinizonen. Das ist mittlerweile Standard. Anders sah es noch vor zwölf Jahren aus, als ich mit meinem damaligen Geschäftspartner angefangen habe. Da hielten sich die Leute auf Messen tatsächlich noch erschrocken die Kopfhaare fest, als sie das „Dauerhafte Haarentfernung“ lasen (lacht).

Ist das Ergebnis Ihrer Behandlung wirklich dauerhaft?

Ja, in der ganzen Zeit, wie gesagt, zwölf Jahre, kam noch kein einziger Kunde wieder und hat gesagt: Guck, da wächst wieder was. Wobei, ganz ausschließen kann man so etwas nicht.

Warum?

Das liegt zum Beispiel an Hormonen, die schlafende Haarwurzeln in der Haut wecken können - und plötzlich wächst da was. Eine einmal verödete Wurzel jedoch wird nie wieder ein Haar produzieren. Sollte also plötzlich wieder etwas wachsen, hatte sich eine Wurzel versteckt.

Wie lange dauert die Behandlung?

Im Schnitt betreuen wir einen Kunden zwischen einem und anderthalb Jahre, verteilt auf fünf bis acht Sitzungen. Das mag erst einmal lang klingen - ist aber notwendig. Man muss die verschiedenen Haarwachstumsphasen erwischen und auch wirklich alle Wurzeln veröden.

Veröden klingt nach Schmerzen...

Es ziept und pikst ein bisschen. Kunden, die vom Waxing kommen, lächeln darüber allerdings müde. Schmerzhaft ist eher unsere Tattoo-Entfernung. Mit Lasern werden da die Farbpigmente unter der Haut so zerstört, dass die Farbe dann über das Lymphsystem abtransportiert werden kann. Das tut in etwa so weh wie das Stechen eines Tattoos.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie ?

Insgesamt sind es sieben, von der Kosmetikerin über Behandlerinnen bis zur Buchhaltung.

Bilden Sie selbst aus?

Das würde ich gern - zumindest, was Weiterbildungen angeht. Das ist ein großer Zukunftstraum, eine eigene Schule für apparative Kosmetik, oder zumindest die Angliederung an eine Kosmetikschule! Es gibt zwar Lehrgänge, in denen man einzelne Sachen und Bedienung der speziellen Geräte lernt, aber nicht das große Ganze. Ich möchte die Ausbildung aus einer Hand anbieten. Den pädagogischen Background hätte ich sogar noch aus meinem Studium der Kosmetologie.

Wohin soll es sonst in Zukunft gehen?

Viele Kunden sind viel zielorientierter als früher, sie haben ein ganz bestimmtes Anliegen – das unsere Angebote natürlich mitbestimmt. Demnächst planen wir ein ganzheitlicheres Projekt, auch in Kooperation mit anderen, aber ich möchte noch nichts weiter verraten.

Ich habe aber noch so einen Traum, der auf den ersten Blick so gar nichts mit meiner Arbeit zu tun hat. Ich könnte mir vorstellen, Hochzeiten zu planen. Da ist noch eine kreative Seite in mir, die raus will.Interview: Sylvia Miskowiec

Körperwelt – Institut für apparative Kosmetik

Wehlener Straße 10 | Meißner Straße 67

01279 Dresden | 01445 Radebeul

Telefon Dresden: 0351-2662068 | Telefon Radebeul: 0351-795 5333

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