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Sonntag, 07.10.2012

Giftköder gegen Hauskatzen?

Ein Demitzer büßte sein Tier ein – und er hat einen schlimmen Verdacht. 500Euro Belohnung setzter für Hinweise aus.

Zweieinhalb Wochen musste sich Katze Minel quälen. Als erstes wurde eine ihrer Vorderpfoten dick. „Mit Hilfe eines Tierarztes konnten wir die Schwellung zurückdrängen“, sagt Karl-Ludwig Unguranowicz. Doch die achtjährige Katze fraß plötzlich weniger als sonst, zog sich zurück, hatte Blut im Maul.

„Letzten Sonntag war sie so schwach, dass sie kaum noch laufen konnte. Montag früh war sie tot“, sagt der Demitzer. Er habe mit dem Tierarzt gesprochen und dieser habe ihm seinen Verdacht bestätigt: Minel könnte vergiftet worden sein.

Bei einer Katze in der Nachbarschaft habe es die selben Symptome gegeben. Allerdings gehe es ihr inzwischen wieder besser, sagt Karl-Ludwig Unguranowicz. Er ist sich sicher: Im Bereich der Medewitzer oder Birkenroder Straße in Demitz gebe es einen „Katzenhasser“, der Giftköder auslegt. 500 Euro stellt er als Belohnung für Hinweise in Aussicht, die helfen, den oder die Täter zu ergreifen.

Minels ist nicht das einzige Katzen-Schicksal, das in dieser Woche Zweibeiner im Raum Bischofswerda bewegt. Elvira Langnickel aus Belmsdorf vermisst seit Montag einen Persermixkater. Das Tier hört auf den Namen „Willi“. Es hat ein graues Wuschelfell und ging vermutlich im Bereich des Belmsdorfer Berges „stiften“.

Andererseits sind aber auch Katzen zu haben. Zum Beispiel die Geschwister Susi und Strolch, deren Katzenmutter überfahren worden war, als die Kleinen erst drei Wochen alt waren. Der Tierschutzverein Bischofswerda möchte sie gern an Tierfreunde vermitteln, sagt Vorstandsmitglied Ivonne König.

Hinweise zu Minel erbittet Karl-Ludwig Unguranowicz unter 03594 70 30 87. Wer Kater Willi gesehen hat, kann sich unter 03594 712086 bei Elvira Langnickel melden. Sie ist zugleich Vorsitzende des Tierschutzvereines Bischofswerda.