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Samstag, 24.01.2015

Getöteter Asylbewerber Khaled in Berlin bestattet

Trauernde tragen Khaled B. auf einem Friedhof in Berlin zu Grabe.
Trauernde tragen Khaled B. auf einem Friedhof in Berlin zu Grabe.

© dpa

Berlin. Der in Dresden getötete junge Flüchtling Khaled aus Eritrea ist in Berlin bestattet worden. Mehrere hundert Menschen kamen am Samstagmittag zur Beisetzung auf dem Friedhof in Berlin-Gatow. Der 20-Jährige hatte in Dresden gewohnt, dort sei aber keine islamische Bestattung im Tuch möglich, teilte eine Initiative mit, die um Spenden für die Beisetzung gebeten hatte. Imam Mohammed Antabli betete am Sarg des Getöteten.

Khaled war am 12. Januar im Hof eines Plattenbauviertels im Dresdner Stadtteil Leubnitz-Neuostra mit Messerstichen getötet worden. Vor wenigen Tagen wurde ein Verdächtiger festgenommen, ein 26 Jahre alter Landsmann und Mitbewohner des Opfers. Einem ersten Geständnis des Verdächtigen zufolge sei eine Auseinandersetzung um die Haushaltsführung in der Flüchtlings-Wohngemeinschaft eskaliert. Wegen der islamkritischen Pegida-Demonstrationen, die auch schärfere Asylgesetze forderten, hatte Khaleds Tod großes Aufsehen erregt. (dpa)