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Freitag, 15.12.2017

Gespräche über Zukunft des Görlitzer-Siemens-Werkes im Januar

Die Botschaft brachte der Betriebsratschef am Freitagabend. Auch das Bundeswirtschaftsministerium fordert Verhandlungen.

Siemens-Protestler in Berlin.
Siemens-Protestler in Berlin.

© action press

Görlitz. Über die Zukunft der Kraftwerkssparte von Siemens und damit des Görlitzer Maschinenbaus soll es ab Januar Gespräche zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite geben. Das berichtete Christian Hainke, Betriebsratschef des Görlitzer Siemens-Werkes, am Freitagabend vor rund 100 Teilnehmern eines Fürbittgottesdienstes in der Görlitzer Frauenkirche. Es handele sich dabei aber noch um keine Verhandlungen, schränkte er ein. Der Druck auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu Verhandlungen steigt aber. So will Bundeswirtschaftsministerin Zypries beide Seiten erst wieder im Frühjahr empfangen, wenn sie zuvor in diese Verhandlungen eingetreten sind.

Siemens will bis 2023 das Görlitzer Werk mit rund 950 Beschäftigten schließen. Der Konzern reagiert damit auf den Nachfrageeinbruch bei großen Gas- und Dampfturbinen. Sie werden aber gar nicht in Görlitz hergestellt. Hier produzieren die Mitarbeiter Industriedampfturbinen, für die auch künftig ein Markt gesehen wird. Gegen die Schließung protestieren Mitarbeiter, die Görlitzer Politik, die Vertreter der christlichen Kirchen und viele Einwohner der Stadt seit Wochen. Hainke bedankte sich in der Frauenkirche wie zuvor bereits vor dem Stadtrat für diese Unterstützung. Sie sei aber auch nötig „auf dem langem Weg, den die Siemensianer gehen“. Ihr Ziel sei aber klar: Die Verhinderung der Schließung des Görlitzer Standortes.(SZ/sb)