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Samstag, 22.12.2012

Gericht stimmt milliardenschwerer Einigung zwischen BP und Klägern zu

BP rechnet mit einer Zahlung von 7,8 Milliarden Dollar, um die wirtschaftlichen und medizinischen Schäden, die mehr als 100.000 Unternehmen und Einzelpersonen in einer Sammelklage geltend gemacht hatten, zu begleichen.

New Orleans. Ein US-Bundesrichter hat einer Einigung zwischen dem Ölkonzern BP und Zigtausenden durch die Ölpest im Golf von Mexiko geschädigten Klägern zugestimmt. BP rechnet mit einer Zahlung von 7,8 Milliarden Dollar, um die wirtschaftlichen und medizinischen Schäden, die mehr als 100.000 Unternehmen und Einzelpersonen in einer Sammelklage geltend gemacht hatten, zu begleichen. Die Einigung ist nicht gedeckelt, BP könnte am Ende also auch mehr oder weniger als diese Summe zahlen.

Bundesrichter Carl Barbier hatte der Einigung bereits im Mai seine vorläufige Zustimmung erteilt, in einer am Freitagabend (Ortszeit) veröffentlichten Urteilsschrift machte er die Entscheidung offiziell. Sowohl die Anwälte von BP als auch jene der Kläger äußerten sich zufrieden. Die Einigung, mit der ein jahrelanges Verfahren verhindert werde, sei sowohl im Interesse der Menschen, Unternehmen und Gemeinden am Golf als auch in jenem von BP, sagte Unternehmenssprecher Scott Dean.

Die BP-Förderplattform «Deepwater Horizon» war im April 2010 im Golf von Mexiko explodiert. Dabei wurden elf Menschen getötet und Hunderte Millionen Liter Öl freigesetzt, die im Golf von Mexiko zu einer Umweltkatastrophe führten. (dapd)

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