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Mittwoch, 03.01.2018

Gericht schlichtet Beziehungsstreit im NPD-Milieu

Nach einem Vorfall im rechtsextremen Verlagshaus Deutsche Stimme in Riesa wurde nun ein Vergleich geschlossen.

Von Britta Veltzke

Symbolfoto
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© dpa

Riesa. Weder Sachsens NPD-Chef Jens Baur noch seine Ex-Freundin Nele Schier dürfen sich künftig dazu äußern, was Ende Juni 2016 im Verlagshaus der rechtsextremen NPD in Riesa vorgefallen ist. Laut einer Sprecherin des Landgerichts Dresden haben sich die beiden Parteien auf einen Vergleich verständigt, in dem diese Einigung formuliert wurde. Schier, ehemalige Moderatorin von Deutsche-Stimme-TV, hatte öffentlich behauptet, von ihrem Ex geschlagen worden zu sein. Baur streitet das ab.

Dass es einen Streit mit Verletzungen gegeben hat, scheint indes unbestritten. So heißt es in dem Vergleichstext wörtlich: „Am 30. Juni 2016 fand zwischen den beiden Parteien ein Beziehungsstreit statt, in dessen Verlauf die Beklagte körperlich verletzt worden ist, wobei die Verletzungen nicht durch Schlagen mit der flachen Hand oder der Faust verursacht worden sind.“

Entgegen der gerichtlichen Vereinbarung äußerte sich Schier auf ihrer Facebook-Seite Ende Dezember doch noch einmal zu dem Vorfall: „Ich stellte klar, dass dies nicht durch Schläge mit der Faust oder flachen Hand geschah. Das heißt: Es geschah auf andere Weise.“ Die Rechtsextreme ist in Parteikreisen besser bekannt als Emma Stabel. Unter diesem Namen hat sie als Moderatorin zahlreiche Videos für den Deutsche-Stimme-Verlag mit Sitz in Riesa produziert.