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Donnerstag, 14.09.2017

Gerätehaus mit Dachschaden

Ins Niederstriegiser Depot regnet es rein. Die Schadstelle ist schwer zu finden. Auch in Littdorf besteht Handlungsbedarf.

Von Tina Soltysiak

Das Feuerwehrgerätehaus Niederstriegis wurde 2003 eingeweiht. Allerdings gibt es schmale Spalte unterhalb des Daches, durch die Regenwasser ins Mauerwerk dringt. Die müssen zügig abgedichtet werden, fordert der Ortschaftsrat.
Das Feuerwehrgerätehaus Niederstriegis wurde 2003 eingeweiht. Allerdings gibt es schmale Spalte unterhalb des Daches, durch die Regenwasser ins Mauerwerk dringt. Die müssen zügig abgedichtet werden, fordert der Ortschaftsrat.

© Dietmar Thomas

Niederstriegis/Littdorf. Gerade einmal 14 Jahre ist das Feuerwehrgerätehaus in Niederstriegis alt. Doch es hat schon einen Dachschaden. Allerdings keinen offensichtlichen. Das führte dazu, dass sich im Mauerwerk bereits Risse gebildet haben. Schon zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit ist die Fahrzeughalle Thema im Niederstriegiser Ortschaftsrat gewesen. Im Juni hieß es, Ablufthauben sind kaputt. Es sei wichtig, dass diese schnell repariert werden. Das ist auch geschehen, wie Ortschaftsrat Eugen Kunze in der jüngsten Sitzung am Dienstagabend sagte. Doch das Problem blieb.

Und das wurde immer nur dann sichtbar, wenn es heftig regnete. „Als es kürzlich so geschüttet hat, bin ich der Sache mal auf den Grund gegangen“, sagte Kunze. Das Dach hat einen gewissen Überstand zur Hauskante. „Der ist durch einen Balken abgesichert. Dort läuft das Wasser hinter dem Putz rein. Von außen ist das kaum zu sehen“, so Kunze. Es fehle eine sogenannte Dichtungsfuge. „Der Außenputz der Fassade reicht bis zu den Holzbalken. Trotz vorhandener Bleche läuft das Regenwasser aber ins Mauerwerk“, ergänzte er.

Die Bleche seien wohl auch zu klein. „Die müssten erneuert werden“, meinte Eugen Kunze. Sein Ortschaftsratskollege Michael Hengst pflichtete ihm dabei: „Es gibt schon Hohlräume im Putz und die Balkenköpfe sind jetzt schon angegriffen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.“ Auch in seiner Eigenschaft als Ortswehrleiter von Niederstriegis könne und wolle er den Zustand nicht länger dulden. „Wenn die Feuchtigkeit einmal innen durchkommt, zieht das nur weitere Probleme nach sich“, so Michael Hengst.

Am schlimmsten sei die Situation naturgemäß auf der Wetterseite, die zur Straße hin zeigt. „Aber es muss die ganze Dachlinie ordentlich gemacht werden. Das sollte sich mal ein Dachklempner anschauen“, ergänzte Eugen Kunze. Der stellvertretende Ortschaftsratsvorsitzende Steffen Zaspel werde Roßweins Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) über die Dringlichkeit dieses Problems informieren, versprach er. Die Räte sind sich einig: „Am Gerätehaus muss noch in diesem Jahr etwas gemacht werden.“ Das Domizil wurde 2003 übergeben.

Deutlich älter, kleiner und spartanischer ist das Depot in Littdorf. Die Kameraden dieser Ortswehr wünschen sich einen Umbau ihres Gerätehauses. Ein neues Tor soll her – und zwar an anderer Stelle. Denn erstens sei das vorhandene zu schmal. Und zweitens gebe es Probleme mit den Überfahrtsrechten. Denn das Land vorm Tor ist im Privatbesitz. Es bestehe die Option, dass die Stadt Roßwein das betreffende Land kauft. Die Ortschaftsräte halten das für wenig sinnvoll. Das Tor ist sowieso verzogen. Es wird ein neues gebraucht. Das könnte man versetzen. Dann hätten die Kameraden es auch leichter, aus dem Gerätehaus zu fahren – und zwar dann über bereits gemeindeeigenes Land. „Das Problem ist zwar vorhanden, aber nicht so akut wie das in Niederstriegis“, so Michael Hengst. Fakt sei: kein Fördergeld, kein Gerätehausumbau. „Wir sind noch nicht an dem Punkt, an dem wir Nägel mit Köpfen machen können. Zunächst sind statische Berechnungen und Kostenermittlungen erforderlich“, erklärte er. Und ein Umbau in Eigenregie der Kameraden, des Ortschaftsrates oder freiwilliger Helfer komme nicht infrage. „Es muss alles normgerecht gebaut und umgesetzt werden. Und sobald Fördermittel fließen, müssen da Fachleute ran und das ist auch gut so“, so Ortschaftsrat Michael Hengst.